Strom-Deal unter Wasser

Wie und warum der Deal des Jahres wirklich geplatzt ist und welche Folgen das für den Wirtschaftsstandort Österreich und die heimischen Stromkunden haben könnte.

Die 1.273 laut Austrian Energy Agency in Österreich erfassten Wasserkraftwerke erzeugen jährlich 41.466 Gigawatt Strom, drei Viertel des heimischen Bedarfs. Mehrheitlich sind es Kleinstkraftwerke, die teils im Besitz von Privaten oder Kommunen stehen, die 88 größten Kraftwerke Österreichs, an Donau, Inn, Mur, Drau, Enns oder Salzach gelegen, gehören der im Besitz der Republik und einiger Landesstromgesellschaften stehenden Verbund AG. Darunter sind etwa Kaprun, Ybbs-Persenbeug oder Freudenau. Der Verbund produziert mit ihnen rund die Hälfte der österreichischen Energie aus Wasserkraft.

Als Verwalter der wichtigsten Energiequelle spielt der Verbund in der Wahrnehmung der Österreicher im Vergleich zu herkömmlichen Konzernen in einer eigenen Liga. Wirtschaftspsychologe Erich Kirchler: „Wasser als Lebenselixier spricht uns auf einer extrem emotionellen Ebene an. Wenn die Kontrolle darüber verloren zu gehen droht, geht uns das unter die Haut.“

So geschehen beim Platzen der von OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer und Verbund-General Hans Haider angestrebten Fusion zwischen dem Öl- und dem Stromgiganten. Dabei wäre das mit 18 Milliarden Euro Jahresumsatz mit Abstand größte Unternehmen Österreichs entstanden, eine Art Vollsortimenter der Energiebranche mit Expansionsgebiet Osteuropa. Von einem neuen „Energiebündel“ und einem „österreichischen Champion“ war die Rede.

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