Steuersünder Elsner

Das Finanzamt will Helmut Elsners Vermögen pfänden. Den Großteil davon wird sich der Fiskus von Konten der französischen Großbank BNP Paribas holen müssen.

Hochexplosive Post landete dieser Tage in der Wiener Kanzlei Dr. Franz Burkert & Co. Dort, in einem unscheinbaren Büro in der Praterstraße 33, vertritt der renommierte Wirtschaftsprüfer Michael Hason seit vielen Jahren die steuerrechtlichen Interessen eines prominenten Mannes: nämlich Helmut Elsners. Aus diesem Grund durfte Hason auch einen an den ehemaligen Bawag-General persönlich adressierten Brief in Empfang nehmen – Absender: das Bundesministerium für Finanzen.

Darin verfügt das Finanzamt für den 1. und 23. Bezirk in Wien einen so genannten „Sicherstellungsauftrag“ gegenüber dem ehemaligen Bawag-Chef. Diese fiskale Order schreibt laut FORMAT exklusiv vorliegenden Informationen zunächst die Pfändung der insgesamt sieben bei der Bawag angeführten Elsner-Konten vor. In weiterer Folge sollen sämtliche in Österreich befindlichen Aktiva, wie etwa auch Aktien, Anleihen und Immobilien, des skandalumwitterten Finanzmanagers verwertet werden – bis alle Steuerschulden des Pleitebankers beglichen sind.

Mit der dieswöchigen „Aktion scharf“ des Finanzministeriums wird nun ein bereits im Frühsommer verfasster Steuerbescheid bezüglich einer Steuernachzahlung von 3,55 Millionen Euro exekutiert. Darin wird Elsner als notorischer Steuersünder entlarvt, der die geldwerten Vorteile aus der Nutzung und dem späteren Kauf seines prächtigen City-Penthauses nicht deklariert hat. Der Fiskus taxiert den Wert der über Jahre angehäuften Vorteile aus dem Dienstverhältnis mit insgesamt 7,1 Millionen Euro und errechnete unter Anwendung des für Elsner geltenden Spitzensteuersatzes die entsprechende Steuerschuld.

„Kein Kommentar“, sagt Peter Petrovic und verweist auf die Amtsverschwiegenheit. Der Vorstand des mit Elsner befassten Finanzamts will die Ermittlungen seiner Spürnasen gegenüber FORMAT weder bestätigen noch dementieren.

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