Steuerreform: Schwarzarbeit ade?

Steuerreform: Schwarzarbeit ade?

Die Regierung attackiert den "Lieblingssport“ der Österreicher: Der Pfusch soll als Gegenfinanzierung für die Steuerreform herhalten. Dass das die gewünschten Summen einbringen wird, bezweifeln die Experten. Ein Bericht über die Schattenseiten der Steuerreform.

Herr K. hat eine Kfz-Werkstatt im Westen von Wien. In dieser Ecke der Stadt haben Supermärkte, Billig-Shops, Wettcafés und Kebab-Buden bessere Überlebenschancen. Die Kaufkraft der Einwohner ist auf existenzielle Dinge ausgerichtet. Finanzielle Spielräume gibt es kaum. Deshalb spüre Herr K. jede Änderung der Rahmenbedingungen in der Kassa, sagt er. Die Ausweitung der Parkpickerl-Zone auf den Bezirk zum Beispiel. "Die hat mich mindestens ein Fünftel vom Umsatz gekostet, weil viele Kunden ihre Autos verkauft haben.“

Herr K. pfuscht. Ungefähr ein Drittel aller Reparaturen werden gar nicht oder nur teilweise verrechnet, schätzt er. Für unredlich hält er das nicht. Denn das Schwarzgeld fließt in die Überstunden seiner sechs Mechaniker, in die Kreditraten für den Werkstattausbau oder die neue Software für den Fehler-Scan am Fahrzeug. Wenn etwas übrig bleibt, auch in die Privatwohnung über der Werkstatt. "Anders könnte ich nicht überleben.“

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Die Details der Steuerreform 2015/2016

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