Steffl & Herzmansky vor dem Verkauf: Ex-Palmers Chef Humer im FORMAT-Interview

Das Kaufhaus Steffl und das zur Gänze an Peek & Cloppenburg vermietete Kaufhaus Herzmansky, die den Rest der im Besitz von Palmers stehenden Gerngross-Gruppe bilden, sollen verkauft werden. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

Ex-Palmers-Chef Rudolf Humer, der nun eine der drei Eigentümer-Gruppen vertritt, sagte im FORMAT-Exklusiv-Interview, dass laut internen Gutachten für die beiden Immobilien, nach Abzug der noch auf der Gerngross-Gruppe lastenden Schulden, siebzig Millionen Euro zu erzielen seien.

Das ursprüngliche Investment von Palmers in Gerngross (fünfzig Millionen Schilling, Anm.) habe sich damit binnen fünf Jahren mehr als verfünfundzwanzigfacht. Humer erklärte weiter gegenüber FORMAT, dass er selbst keinerlei Interesse an einer Gerngross-Übernahme habe. Er und seine Aktionärs-Gruppe seien an einem Drittel der übrigen Palmers-Immobilien interssiert. Es handelt sich dabei um hundert Gebäude mit rund 300 Millionen Euro Gesamtwert. "Nach dem Verkauf der Palmers Textil AG können wir jetzt wieder rational miteinander reden", zitiert FORMAT Humer. Die Aufteilung von Palmers werde in sechs Monaten über die Bühne sein.

Zum Verkauf der Textil AG sagte Humer, dass er damit "sehr zufrieden" sei. Die neuen Eigentümer hätten erkannt, dass der zuletzt gefahrene Kurs der Umgestaltung von Palmers "zu einer Billigmarke" falsch gewesen sei. Die schrumpfenden Umsatzzahlen hätten dies bewiesen, auch wenn das Management versucht habe, die Fakten nach außen hin zu beschönigen.
Aufsichtsratpräsident Tanos sei "aus Erfahrung" nicht über die Verkaufsverhandlung informiert worden. Die Organe seien an einem Verkauf nicht interessiert gewesen, weil sie getrachtet hätten, ihre Positionen zu halten, und dies sei nur "in einer Gruppe uneiniger Aktionäre" möglich gewesen.

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