Stärkung der Kaufkraft über höhere Löhne

„Die Menschen sollen einen Teil des Kuchens erhalten, den sie erarbeitet haben.“

Gehaltsverhandlungen sind Sache der Sozialpartner. Zurufe der Politik sind da wenig hilfreich. Allgemeine Feststellungen sind jedoch erlaubt: Die Löhne der ArbeitnehmerInnen sind – an der Kaufkraft gemessen – seit über 15 Jahren fast nicht gestiegen.

Die aktuelle Inflation ist eine Folge des Preisanstiegs bei Erdöl und Erdölprodukten. Der Ausweg aus dieser Inflationsspirale führt über den Ausstieg aus der Erdölabhängigkeit. Gerade dazu – zu ­einer Ökologisierung des Steuer­systems, einer Förderung alternativer Energien oder zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs – können sich SPÖ und ÖVP nicht durchringen.
Gerade in Zeiten sich abschwächenden Wachstums muss die Kaufkraft der Menschen in Österreich gestärkt werden. Das erfolgt in erster Linie über höhere Löhne. Wer Zurückhaltung bei den Löhnen predigt, verzögert nur den Ausstieg aus der Energiepreis-Inflation-Spirale; und bringt die Menschen in eine Doppelmühle: Sie sollen höhere Preise für Lebensmittel, ­Energie und Mieten bezahlen, dafür aber – gemessen an ihrer Kaufkraft – weniger verdienen.

Nein, die Menschen in Österreich sollen bei den kommenden Lohnverhandlungen nicht nur die Inflation abgegolten bekommen, sondern einen Teil des in den letzten Jahren erheblich gewachsenen Kuchens erhalten, den sie erarbeitet haben. Es kann ja wohl nicht so sein, dass hohe Unternehmensgewinne den Unternehmen bleiben, während die ArbeitnehmerInnen nur noch bezahlen dürfen!

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