Spekulationsverluste bei 230 Millionen
Euro: Debakel bei ÖBB-Finanzgeschäften

Das Debakel um die Spekulationsgeschäfte der ÖBB nimmt immer größere Ausmaße an. Die Bahn hat über 600 Millionen Euro in derivative Kreditprodukte (CDOs und ABS) investiert. Per Ende 2007 musste sie 140 Millionen davon abwerten. Inzwischen ist der Abwertungsbedarf weiter rasant gestiegen: auf bereits 230 Millionen Euro, wie das Magazin FORMAT unter Berufung auf Unternehmenskreisen berichtet.

Am 31. März diskutiert der ÖBB-Aufsichtsrat die Finanzgeschäfte auf Basis eines runde 300 Seiten starken Berichts des Wirtschaftsprüfers Nikolaus Schaffer von Deloitte Touche. Bahn-Finanzvorstand Erich Söllinger gerät immer stärker unter Druck. Laut FORMAT hat der Bericht zwar keine Verfehlungen festgestellt, die zu einer Abberufung Söllingers am Montag führen würden. Aber der Aufsichtsrat will danach einen Fachmann zur Interpreation der Ergebnisse engagieren. Und vor allem die Belegschaftsvertreter werden Druck auf Infrastrukturminister Faymann ausüben, Söllinger das Vertrauen zu entziehen.

Die ganze Geschichte lesen Sie im aktuellen FORMAT 13/2008.

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