Sparplan: Kein Problem, wenn sich Kurse halbieren

Die Börsenkrise ist noch lange nicht ausgestanden. Das zeigt nicht zuletzt der heftige Kurs­einbruch vom vergangenen Dienstag, als schlechte US-Wirtschaftsdaten so gut wie alle Weltbörsen in den Keller schickten. Klar ist aber auch: Schon bei den ersten Anzeichen, dass die
US-Konjunktur wieder dreht, werden die Kurse kräftige Lebenszeichen von sich geben. Ganz gleich, wie Anleger jetzt reagieren, sie gehen in jedem Fall ein Risiko ein: Kauft man heute schon wieder kräftig zu, könnte der Einsatz bereits in kurzer Zeit zusammengeschmolzen sein. Bleibt man zu lange ganz auf Nummer sicher, läuft man Gefahr, die Erholung zu verpassen.

Der beste Kompromiss ist, jetzt einen Fondssparplan abzuschließen. Dann können einen selbst riesige An­fangsverluste gleichgültig lassen. Das zeigt das Beispiel des bewährten Asien-Ak­tienfonds Templeton Asian Growth (LU0029875118). Wer Anfang 1997 Fondsanteile im Wert von 10.000 Euro orderte, hatte wegen der schweren Währungskrise in Asien schon nach wenigen Monaten fast die Hälfte seines Einsatzes verloren. Das spielt zwar aus heutiger Sicht keine große Rolle, war aber damals sicher Grund zu äußerster Nervosität.
Wer zum gleichen Zeitpunkt vor zehn Jahren den Templeton-Fonds per Sparplan mit 100 Euro konstanter Monatsrate kaufte, hat das Vermögen dagegen anfangs kontinuierlich vermehrt und auch die Börsenkrise zwischen 2000 und 2003 weitgehend unbeschadet überstanden (Grafik unten rechts). Erst in den letzten Monaten, als das Kapital schon eine beträchtliche Höhe erreichte, musste auch der fondssparende Anleger Federn lassen.
Fazit: Wer jetzt einen Fondssparplan abschließt, macht sicher das Richtige und ist an der Börse sicher wie mit einem Autopiloten unterwegs. Sollten die Kurse fallen, kauft man mit der nächsten Monatsrate günstiger zu.
Und wenn die Kurse steigen, ist man jedenfalls dabei.
Wie heftig der Anstieg erfolgen kann, beweist die vergangene Woche: Der Templeton Asian Growth war mit 8,1 Prozent Plus der Wochensieger (siehe Fondsliste S. 81). Und in den nächsten Jahren bleibt Asien ganz sicher die aussichtsreichste Börsenregion der Welt.
Und bei der Wahl von geeigneten Fonds für einen Sparplan zählt vor allem
die Langfristperspektive. Wer einen Fondssparplan bei seiner Bank ab­schließt, kann allerdings meist nur unter haus­eigenen Produkten wählen. Das kann die Chancenauswertung in der Praxis drastisch einschränken, weil es gut möglich ist, dass die bes­ten Fondsportfolios just von anderen Anbietern offeriert werden. Eine breite Auswahl an österreichischen und in­ternatio­nalen Fondssparplänen haben Direkt­banken wie direktanlage.at, ­brokerjet.at und bankdirekt.at.

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