Sparen lohnt sich wieder

Die Europäische Zentralbank dreht an der Zinsschraube. Jetzt bekommt man für täglich fälliges Geld schon 3,85 Prozent. Vorsicht ist derzeit aber bei lang laufenden Anleihen geboten.

Die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank sind nicht nur harte Finanzmarktpolitik, sondern haben auch sehr viel mit Psychologie zu tun. Wie erwartet, hat EZB-Chef Jean-Claude Trichet die Leitzinsen im Euroraum um 0,25 auf vier Prozent – den höchsten Stand seit 2001 – angehoben, aber es war vor allem die Begründung, die die Nervosität auf den Anleihen- und Aktienmärkten anheizte. Trichet ließ deutlich durchblicken: Es wird weiter an der Zinsschraube gedreht. Der oberste Euro-Notenbanker hat sich definitiv die Tür für weitere Zinsschritte im Herbst offen gelassen und so den Markt darauf vorbereitet. Müssen sich nun Aktien- und Anleiheninvestoren hektisch auf die unerwartete Situation einstellen, so können sich jetzt Sparbuchsparer entspannt zurücklehnen und die in den letzten Tagen kräftig erhöhten Zinsen mitnehmen. FORMAT zeigt, wo sich jetzt eine sichere Geldanlage lohnt und welche Fonds Chancen auf Extrarenditen öffnen.

Den härtesten Kampf um die Gunst der Anleger fechten derzeit die Banken im Bereich der Sparbuchzinsen aus. Besonders im Bereich der kurzfristigen Veranlagung bis maximal drei Jahre finden sich bei einzelnen Instituten echte Schnäppchen. Besonders der Versicherungskonzern Allianz mischt den Markt bei den täglich fälligen Geldern auf. Mit 3,85 Prozent Zinsen am Taggeldkonto Allianz Top Cash bietet die Assekuranz derzeit mit Abstand die besten Konditionen. Wolfram Littich, Chef der Allianz Österreich: „Kurze Angebote sind derzeit besonders lohnend. Wir haben eine flache Zinskurve, und deshalb bekommt man bei einer kurzfristigen Veranlagung nahezu gleich viel Geld, wie wenn man das Geld auf 30 Jahre veranlagt.“ Abgewickelt wird das Sparprodukt über die Allianz Investment Bank, die schon seit 1989 in Österreich aktiv ist und beachtliche elf Milliarden Euro Kundengelder verwaltet. Allianz-Chef Littich: „Bei großen Investoren sind wir eine bekannte Adresse, doch nun wollen wir unser Know-how auch Kleinanlegern zugute kommen lassen. Außerdem wollen wir unseren Kunden, bei denen eine Lebensversicherung ausläuft, Topkonditionen für eine kurzfristige Veranlagung ihrer Gelder bieten.“ Die Allianz punktet mit einer sehr hohen Bonität und ist auch Mitglied im Einlagensicherungsfonds wie alle heimischen Banken. Mit 3,3 Prozent bietet auch die Bawag-PSK-Direktbanktochter easybank sehr gute Konditionen. Mit 3,25 Prozent folgen Autobank, Deniz, ING-DiBa und WSK.

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