Spar am Vormarsch

Spar-Boss Drexel profitiert von den unklaren Machtverhältnissen bei der Rewe. Experten erwarten, dass Spar Billa bald überholt.

Poet ist er keiner. Spar-Chef Gerhard Drexel, 50, gilt als trockener Mann der Tat. Doch wenn ihn die Erfolge von Spar euphorisieren, ist er sogar zu eigenen Wortkreationen fähig. „Das ist ein Beliebtheits-Hattrick“, kommentiert er eine Konsumentenbefragung des Marktforschungsinstitutes Fessel-GfK für den „LEH-Monitor“ 2004. Dabei schnitt Spar erstmals als beliebtester Supermarkt ab – vor dem Erzrivalen Billa. Interspar wurde vor Merkur, wie Billa Teil von Rewe Austria, zum beliebtesten Verbrauchermarkt gewählt.

In seinem mit Verve geführten Kampf gegen Rewe um die Marktführerschaft bei Lebensmitteln hat Drexel derzeit nicht nur dank Imagegewinnen bessere Karten denn je. Er punktet mit einem konsequenten Expansionskurs, einer Modernisierungsoffensive bei bestehenden Filialen und mutigen Innovationen wie Self-Checkout. Statt sich vom Angriff der Diskonter Hofer und Lidl in Sparprogramme und Dumpingaktionen hetzen zu lassen, besinnt sich Spar auf die Qualitäten eines Vollsortimenters und lockt die Kundschaft mit prall gefüllten Regalen.

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Christian Keuschnigg, Professor für Nationalökonomie an der Universität St. Gallen und Leiter des Wirtschaftspolitischen Zentrums in Wien.

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