Spanische Quadrille

Zara ist laut FORMAT vorliegender Bilanz gegen den Trend um 22 Prozent gewachsen. Jetzt bringt die spanische Mutter Inditex drei neue Marken nach Österreich.

Im verträumten Örtchen Arteixo, in der Nähe der Hafenstadt La Coruña im Nordwesten Spaniens, spinnt der Modekonzern Inditex, besser bekannt unter seiner Hauptmarke Zara, ein globales Filialnetz: Täglich eröffnen die geschäftstüchtigen Galicier mindestens ein bis zwei neue Läden.

Auf leisen Sohlen – die an der Madrider Börse gelistete Aktiengesellschaft betreibt keinerlei Werbung – ist Inditex inzwischen zu Europas umsatzstärkstem Modehändler aufgestiegen. Mit trendig-schicken Kollektionen zu Preisen knapp über dem Niveau der Billig-Konkurrenz hat der Konzern sogar den bisherigen Branchenprimus H&M aus Schweden überflügelt. Inditex steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten des vergangenen Geschäftsjahres um ein Fünftel auf 5,67 Milliarden Euro, H&M konnte bloß um 13 Prozent auf 5,38 Milliarden Euro zulegen. Dank seines Erfolgs gilt der Zara-Gründer, der öffentlichkeitsscheue Firmenpatriarch Amancio Ortega, als reichster Mann in ganz Spanien.

Auch in Österreich sind die Iberer seit dem Jahr 2000 vertreten und halten mittlerweile bei zehn Zara-Geschäften, alle in Top-Lagen wie dem Haas-Haus am Wiener Stephansplatz oder der Salzburger Getreidegasse. Beim Marktanteil liegt Zara hierzulande zwar noch weit hinter H&M, doch die spanische Company holt rasant auf, und das bei ambitionierten Zielen: Inditex-Konzernsprecher Raúl Estradera: „Die Stellung, die wir in Europa haben, wollen wir auch in Österreich erobern.“

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