So gründe ich ein Unternehmen

Österreich liegt im Gründerfieber. Alleine im Vorjahr wurden 28.237 neue Unternehmen angemeldet. Doch nicht alle überleben. FORMAT zeigt, worauf es beim erfolgreichen Weg in die Selbständigkeit ankommt.

Wer das Büro der Werbeagentur Dasuno in der Linken Wienzeile betritt, hat glänzende Aussichten. Das liegt freilich nicht am eher schlichten Interieur, sondern an den zahlreichen goldenen und silbernen Statuetten, die das Kaminsims zieren. Nur fünf Jahre nach der Gründung ihres Unternehmens können Dagmar Guger, Susanne Vostrel und Nora Jascha alias Dasuno auf eine eindrucksvolle Trophäensammlung verweisen. Allein fünfmal bekamen sie die Goldene Venus, die prestigeträchtige Werbeauszeichnung des Creative Club Austria, verliehen – dabei zählt die Älteste des Werbe-Trios gerade erst 33 Lenze. „Uns war klar, dass nicht alles von Anfang an spitze laufen wird“, erinnert sich Nora Jascha an die spannende Zeit der Firmengründung, „aber unser Durchhaltevermögen hat sich ausgezahlt.“

Die Lust an der unternehmerischen Selbständigkeit ist in Österreich in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Im vergangenen Jahr gab es mit 28.237 neu eingetragenen Firmen – ein Plus von zwei Prozent gegenüber 2002 – einen neuen Rekord. Doch nicht allen Jungunternehmen ist ein ähnlicher Erfolg beschieden wie den Werbe-Ladys von Dasuno. Mehr als 5.600 Insolvenzen zählte der Kreditschutzverband KSV im vergangenen Jahr, und laut einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney nimmt Österreich mit dieser Quote im EU-Ranking den traurigen zweiten Platz ein. Fazit: Ein Unternehmen auf die Beine zu stellen ist nicht schwer, es zum Laufen zu bringen dagegen eine große Herausforderung. Mehr als die Hälfte aller Unternehmen wird laut einer Untersuchung der Universität Klagenfurt nach spätestens fünf Jahren wieder aus dem Firmenbuch gelöscht. Doch woran liegt es, dass manche Gründer erfolgreich und wohlhabend werden und andere im finanziellen Debakel enden?

Glaubt man den Experten, so sind Erfolg und Misserfolg nicht bloß Zufall. Norbert Zimmermann wagte vor 16 Jahren den Sprung in die Selbständigkeit. Und das mit nachhaltigem Erfolg. Der heutige Multimillionär übernahm 1988 den Besteckerzeuger Berndorf AG. „Eine große Portion Mut, aber auch Verzichtfähigkeit sollte jeder angehende Unternehmer mitbringen“, rät der Vorarlberger zur ehrlichen Selbsteinschätzung. Persönlichkeitstests zeigen schnell, ob die Chefs in spe tatsächlich Unternehmertypen sind (siehe Kasten rechts). Günther Tengel, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Jenewein & Partner, analysierte Hunderte erfolgreiche Selbständige. Das Ergebnis: Begeisterungsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und Konsequenz gehören zu den wichtigsten Charaktereigenschaften. Tengel: „Jeden erfolgreichen Unternehmer zeichnet auch sein Wille zum Erfolg aus. Nur so kann er eine positive Aura ausstrahlen.“

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