Sichrovsky kritisiert Haider in FORMAT scharf!

"Eine krasse Form des Antisemitismus" sieht der frühere FPÖ-Generalssekretär Peter Sichrovsky in den Aussagen des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider im "News", wonach Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ) mit seiner Kritik an der Irak-Reise um das "Wohlwollen der Ostküste" buhle. Damit bediene Haider "klassische Vorurteile gegen jüdisch dominierte Finanz- und Industriezentren an der Ostküste", sagt Sichrovsky. Weiters wirft Sichrovsky Haider im neuen FORMAT vor, ein Amerikafeind zu sein.

Der FPÖ-Europaparlamentarier und Ex-Generalsekretär Sichrovsky übt in FORMAT heftige Kritik an der Außenpolitik Jörg Haiders. Sichrovsky über Haiders Reise zu Saddam Hussein: "Haider geht damit dem Diktator auf den Leim und reduziert sich zum Postboten Saddams." Sichrovsky weiter über Haiders Irak-Reise: "Das zeigt nur das erschütternde Niveau, was hier unter Außenpolitik verstanden wird, wenn man einem Wahnsinnigen oder einem Doppelgänger die Hand schüttelt." Sichrovsky abschließend: "Haider hat sich vom Amerikafreund zum Amerikafeind entwickelt."

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Haider vertritt "Antisemitismus"
Die Aussage sei im Zusammenhang mit Haiders Äußerungen zu sehen, dass es in Israel keine Demokratie gebe und das Land mit dem Irak vergleichbar sei. Als Landeshauptmann sei Haider nach diesen Aussagen "meiner Meinung nach nicht mehr tragbar", sagte Sichrovsky am Donnerstag im Gespräch mit der APA. Aber das sei Sache der Kärntner, die ihn gewählt hätten.

"Wir haben jetzt eine Affäre Möllemann in Österreich", zieht Sichrovsky den Vergleich mit der Situation des zurückgetretenen FDP-Chefs von Nordrhein-Westfalen. "Ich würde Haider empfehlen, sich das Schicksal Möllemanns in Deutschland genau anzusehen, um zu verhindern, dass er in dessen Fußstapfen weiter marschiert." Haider zerstöre nicht nur die bürgerliche Koalition in Österreich, sondern "demontiert seine eigene Person", meint Sichrovsky.

Möllemann droht auch eine Parteiausschlussverfahren. Auf die Frage, ob er einen Parteiausschluss Haiders wünsche, sagte Sichrovsky, Ausschlussverfahren seien nur berechtigt gegen jene, die "mit eindeutig parteischädigendem Verhalten" eine Partei, die zuletzt ein Viertel der Wähler hinter sich wusste, auf "eine Partei reduziert haben, die in Umfragen zuletzt unter zehn Prozent lag".

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