Sensationelles Börsen-Hoch: Anleihen mit mehr Ertrag

Anleihen bringen nach dem kräftigen Zinsanstieg wieder attraktive Renditen. FORMAT zeigt, wo Sie jetzt wieder gute Zinsen bekommen.

Anleihen gelten landläufig als ideal für konservative Gemüter, die bei ihrer Geldanlage vor allen unliebsamen Überraschungen gefeit sein wollen. Doch seit Ende Juni ist es aus mit der Beschaulichkeit. Eine Reihe von guten Konjunkturdaten sorgte wieder für mehr Optimismus, weckte aber auch gleich Sorgen vor einem baldigen Ende der Tiefzinsphase. Prompt stiegen die Zinsen von zehnjährigen österreichischen Bundesanleihen binnen weniger Wochen von 3,40 auf 4,18 Prozent.

Das ist eine der massivsten Renditeänderungen der vergangenen Jahrzehnte und kostet die Besitzer älterer Papiere viel Geld. So fiel zum Beispiel der Kurs einer zehnjährigen Anleihe der Republik Österreich gegenüber den Preisen vom 24. Juni 2003 um rund sechs Prozent – der Anleihencrash kostete also weit mehr als eine Jahresrendite. Investoren, die jetzt wieder besser verzinste Papiere kaufen können, nehmen nämlich Anleihen mit niedrigen Renditen nur noch mit entsprechenden Preisabschlägen, die umso höher ausfallen, je länger die verbleibende Restlaufzeit ist. Ähnliches gilt für Besitzer von Euro-Anleihenfonds, die je nach Struktur des Fonds zwischen zwei und fünf Prozent verloren haben.

Auf der Gewinnerseite stehen dagegen Anleihenkäufer, die erst jetzt neu einsteigen und wieder deutlich höhere Zinsen kassieren können. FORMAT befragte Anleihenexperten nach Papieren, die wieder gute Zinsen zahlen. Das Ergebnis: Je nach Risikobereitschaft sind zwischen vier und zehn Prozent möglich – in einigen Fällen sogar steuerfrei.

Alle Details finden Sie im neuen FORMAT
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