Schulreform ist mehr als Gesamtschule

Die ÖVP lehnt die Gesamtschule und ein verpflichtendes Vorschuljahr kategorisch ab. Experten, aber auch Teile der ÖVP sind anderer Ansicht.

Schon die Themenstellung dieser Debatte weist in die falsche Richtung und zeigt eine Problematik deutlich auf: Die SPÖ sagt: Schulreform bedeutet Gesamtschule. Wir sagen hingegen: Schulreform ist mehr! Sie muss vor allem eines im Fokus haben: die Chancen unserer Kinder und Jugendlichen. Eine Weiterentwicklung des Bildungswesens ist wünschenswert und notwendig.

Aber eine ehrlich gemeinte und fundierte Reform darf sich nicht darin erschöpfen, eine Änderung anzustreben, auf die wie ein Preisschild „Gesamtschule“ geklebt wird – ohne darzulegen, welches pädagogische Konzept konkret gemeint ist, welche inhaltlichen Standards gesetzt werden sollen, welche individuellen Förderungen vorgesehen sind, welche finanziellen Ressourcen zur Verfügung stehen. Die Chancen unserer Kinder setzen wir nicht fahrlässig aufs Spiel!

Unser bisheriges Bildungssystem über Bord zu werfen und unter dem Schlagwort „Gesamtschule“ eine Schulreform über das differenzierte Schulwesen zu stülpen, ist sicher nicht der Weg der ÖVP. Unser differenziertes Schulsystem, um das Österreich international beneidet wird, nachhaltig zu verbessern, ist unser Ziel!

Wir haben zielgerichtete Reformvorhaben vereinbart: neue Bildungsstandards, mehr individuelle Förderung sowie weitere Themenfelder, die vor allem positive Auswirkungen auf den inneren Schulbetrieb haben werden. Diese Agenda hat die Ministerin abzuarbeiten. Zukunftsorientierte Politik für unsere Kinder und Jugendlichen statt Verunsicherung durch Begriffswirrwarr zwischen Gesamtschule, Ganztagsschule, „gemeinsamer Schule der Vielfalt“ (wer weiß eigentlich, was das heißt?) ist vonnöten.

Die ÖVP und ich stehen: für Wahlfreiheit und Differenzierung, für individuelle Förderung und Leistung und für den Ausbau der Tagesbetreuung in den Schulen. Im Zentrum stehen unsere Kinder und Jugendlichen und ihre Chancen für die Zukunft – und keine ideologische Mottenkiste aus den 70er-Jahren.

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