Schule des Geldes, Teil 4: Sind Sie richtig versichert?

Viele Versicherungen sind überflüssig oder zu teuer. FORMAT sagt, welche Polizzen Sie wirklich brauchen – und welche Sie stornieren können.

Die alten Griechen befragten einst das Orakel, um sich vor Schicksalsschlägen zu wappnen – bekanntlich ein sehr unsicheres Verfahren.

Die Österreicher handeln wesentlich rationaler und schließen lieber eine Versicherung ab. Im vergangenen Jahr summierten sich die Prämien auf 13,2 Milliarden Euro, das sind immerhin 1.633 Euro pro Kopf. Trotz dieses enormen Aufwandes ist der tatsächliche Schutz oft mangelhaft. So sorgt häufig ein verborgener Passus in den Versicherungsbedingungen dafür, dass die Versicherung im Schadensfall nicht zahlen muss. Und viele existenzbedrohende Risken sind gar nicht versichert – etwa die Gefahr einer frühen Berufsunfähigkeit. Umgekehrt wird viel Geld für Doppelversicherungen oder unnötige Polizzen aus dem Fenster geworfen. In der vierten Folge der Schule des Geldes dreht sich deshalb alles um die Frage, wie Sie Ihren Versicherungsschutz erhöhen und trotzdem unter dem Strich Prämien sparen können.

Polizzen für jede Lebenslage. Der erste Schritt zum optimalen Versicherungsschutz ist eine gründliche Analyse des individuellen Risikos. So ist eine Privathaftpflicht unbedingt erforderlich. Schließlich kann auch ein Fußgänger einen Verkehrsunfall mit Toten und Verletzten verschulden. Ob dieser Schutz in Kombination mit einer Haushaltsversicherung oder solo abgeschlossen werden sollte, hängt dagegen ganz von den persönlichen Lebensumständen ab. Wer als Single mit billigen Ikea-Möbeln lebt, kann auf deren Versicherung verzichten, wer gerade ein Haus gebaut hat, nicht.

Auch innerhalb einer Versicherungssparte gibt es enorme Unterschiede. So zahlen viele Polizzen bei Katastrophenschäden wie Hochwasser fast nichts. Wer in einem Gefährdungsgebiet wohnt, sollte deshalb ein Institut wählen, das wirklichen Schutz bietet. Gegen zahlreiche andere Gefahren hilft die Allrisk-Versicherung der Uniqa: Dieser Tarif deckt (anders als üblich) nicht nur eine Anzahl von explizit angeführten Einzelrisken, sondern grundsätzlich jeden Schaden – allfällige Ausnahmen wie Kriegsereignisse sind extra angeführt.

In der Regel werden die Eigenheim- und Haushaltspolizzen immer besser, deshalb sollten ältere Polizzen überprüft und gegebenenfalls neu abgeschlossen werden. Tipp: Wer einen Selbstbehalt vereinbart und Lapalien wie eine zerbrochene Fensterscheibe selbst zahlt, kann sich leicht 30 Prozent Prämie sparen.

Wer höhere Selbstbehalte vereinbart, zahlt auch bei der Autoversicherung weniger. So kostet zum Beispiel bei der Generali das Vollkasko-Modul für einen VW Golf TDI bei einem Mindestselbstbehalt von 250 Euro eine Jahresprämie von 658 Euro, bei 1.000 Euro Selbstbehalt nur noch 418 Euro. Ein Teil der Ersparnis, nämlich 35,50 Euro im Jahr, kann sinnvoller in eine Generali-Innovation, den Europaschutz, investiert werden. Generali-Vorstand Bruno Friedl: „Bei diesem Zusatzbaustein zahlen wir einem Autofahrer, der im EU-Ausland Opfer eines Autounfalls wird, seinen Schaden rasch und unbürokratisch im Voraus – und das laut dem oft viel besseren österreichischen Recht.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT
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