Schule des Geldes, Teil 3: Tipps und Know-how zum Thema Sparen und Vorsorgen

Sparbücher, Lebensversicherungen und Fondssparpläne im Vergleich: wo Ihr Geld sich am sichersten vermehrt und wie Sie den Zinseszins-Turbo für Ihre Privatpension nützen.

Hätten Sie das gedacht? In zehn Jahren können Sie genauso viel sparen wie andere in der doppelten Zeit. Und das bei der gleichen Rendite. Wie das geht? Ganz einfach. Man beginnt mit 25 Jahren, jährlich 6.000 Euro anzusparen, und hört schon mit 35 wieder auf. Anschließend lässt man das Geld 20 Jahre lang mit fünf Prozent Zinsen für sich arbeiten. Das Ergebnis: Pünktlich zum 55. Geburtstag haben Sie 225.000 Euro Kapital angehäuft. Ganz anders sieht die Lage aus, wenn Sie erst mit 35 beginnen. Dann müssen Sie nicht zehn Jahre lang 6.000 Euro zurücklegen, sondern 20 Jahre lang, um letztlich mit 55 auf dieselbe Endsumme von 225.000 Euro zu kommen. Übrigens: Das Beispiel funktioniert genauso, wenn Sie die ganze Rechnung um zehn Jahre nach hinten verschieben – also erst mit 35 beziehungsweise 45 beginnen und mit 65 das Geld abheben. Entscheidend ist nur, dass Sie die Kraft des Zinseszinses lange genug wirken lassen.

Auf der Suche nach hohen Zinsen. In der dritten Folge der FORMAT-Serie „Schule des Geldes“ zeigen wir, wie Sie den Ertrag Ihres Sparbuchs und Ihrer Veranlagung erhöhen und wie Sie am besten für eine Zusatzpension vorsorgen können. Klar ist: Eine Verzinsung von fünf Prozent oder mehr hat auch ihren Preis, denn auf dem sicheren Sparbuch arbeitet Ihr Geld momentan bei weitem langsamer. Ein gewöhnliches, täglich fälliges Sparbuch wirft aktuell gerade einmal ein viertel Prozent an Zinsen ab.

Bei Direktbanken, die nicht auf einen großen Verwaltungsapparat angewiesen sind, ist da schon mehr zu holen: Bei der Easybank werden auf täglich fällige Sparguthaben 1,75 Prozent Zinsen zugeschlagen. Ein noch besseres Angebot hat die Linzer ING-Tochter Diba (die frühere Entriumbank) mit einem Zinssatz von 2,5 Prozent zu bieten.

An der Latte der eingangs angenommenen fünf Prozent scheitern aufgrund des derzeit tiefen Zinsniveaus logischerweise alle Sparbuchanbieter. Selbst wer sich länger bindet, also ein Kapitalsparbuch mit einer fixen Laufzeit wählt, bekommt im besten Fall rund 3,5 Prozent Verzinsung. Dies aber auch erst bei einer Laufzeit von fünf bis sechs Jahren. Hier sollten Sie überlegen, ob Sie Ihr Erspartes so lange liegen lassen können. Wer nämlich vor dem Ende der Laufzeit dringenden Geldbedarf hat, muss mit Zinsabschlägen rechnen. Kleiner Tipp: Alles ist verhandelbar. Wer als Stammkunde sein gebundenes Geld vorzeitig abhebt, kann die an sich fälligen Pönalezahlungen oft umgehen.

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT
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