Schule des Geldes, Teil 2: Wie Sie Ihren persönlichen Zahlungsverkehr optimieren

Girokonto, Bankomat- und Kreditkarten sind die Angelpunkte des privaten Zahlungsverkehrs. Der gekonnte Umgang mit diesen Instrumenten hilft viel Geld zu sparen.

Auch der Wahrheitsgehalt von Sprichwörtern ist dem Zahn der Zeit unterworfen. Wer nach dem Motto „Nur Bares ist Wahres“ durchs Leben geht, zählt immer mehr zu einem kleinen Kreis verschrobener Gruftis, an denen das Leben vorbeigehuscht ist. Ob Lohnsackerl, Sparstrumpf oder Gaskassier – der Umgang mit Bargeld wird seltener. Und das nicht nur bei großen Anschaffungen. Selbst bei Bagatellgeschäften an der Supermarktkasse gehört der Einsatz von Kunden-, Bankomat- und Kreditkarten zum Alltag.

Angelpunkt des bargeldlosen Zahlungsverkehrs ist das Girokonto. Hier laufen die Gehaltszahlungen ein, vor hier werden Miete, Kfz-Versicherung, Bankomatbehebungen und Kreditzahlungen abgebucht, Überweisungen getätigt oder Daueraufträge eingerichtet.

Diese Bequemlichkeiten sind keineswegs gratis. Im Gegenteil: In den vergangenen Jahren haben die Banken immer mehr ursprünglich kostenlose Leistungen mit deftigen Gebühren belegt. Die Bareinzahlung eines Erlagscheins kostet mittlerweile von 1,50 Euro aufwärts, und selbst das Einwerfen eines ausgefüllten Überweisungsauftrags in eine Selbstbedienungsbox kostet bei manchen Instituten 80 Cent.

Die Konditionen der einzelnen Banken sind sehr unterschiedlich. Während das Konto bei PSK und easybank – einen positiven Durchschnittssaldo von 880 beziehungsweise 2.500 Euro vorausgesetzt – inklusive Bankomatkarte kostenlos ist, läppern sich die Jahresgebühren bei anderen Mitbewerbern leicht auf dreistellige Beträge.

Welches Konto man sich zulegt, hängt vor allem von der Art der Nutzung ab. Grundsätzlich bieten Banken zwei Typen von Konten an: Pauschalkonten und solche mit Einzelverrechnung. Bei Letzteren wird meist eine sehr geringe Grundgebühr verlangt, dafür wird jede einzelne Buchung, die Ausstellung einer Bankomatkarte oder die Einrichtung eines Dauerauftrags gesondert verrechnet. Wer wenig Geldbewegungen vornimmt – etwa ein Pensionist, der außer ein paar Überweisungen für Miete oder Telefon seine Zahlungen cash abwickelt –, ist mit dieser Kontoform bestens bedient. Max Reuter, Bankexperte des Vereins für Konsumenteninformation (VKI): „Bei bis zu zehn Kontobewegungen ist die Einzelverrechnung unserer Erfahrung nach günstiger als die angebotenen Pakete.“

Kontopakete werden meist in drei Ausstattungen angeboten: Basisprodukte, bei denen Buchungen, Dauer-, Abschöpfungs- und Einziehungsaufträge inkludiert sind; solche, die darüber hinaus auch eine Bankomatkarte bieten; und Komplettversionen, die auch noch eine Kreditkarte enthalten. Billigpakete sind – etwa bei Raiffeisen NÖ/Wien – ab fünf Euro pro Quartal zu haben, die Top-Ausstattung mit Kreditkarte kostet ab 20 Euro je Quartal.

Dabei sollte man sich den Leistungsumfang genau ansehen: Bei einigen Pauschalkonten – etwa bei der BA-CA – sind nämlich nur die elektronischen Buchungen kostenlos, während Überweisungen via Selbstbedienungsbox kostenpflichtig sind. Barein- und -auszahlungen auf das eigene Konto sind ebenfalls nicht immer in der Pauschale inkludiert und Barüberweisungen am Schalter bei allen befragten Instituten kostenpflichtig.

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