Schokos größter Kick

Im Fußball-Biz ist GAK-Meistermacher Walter Schachner Österreichs Hecht im Karpfenteich. Doch privat zieht er keine fetten Fische an Land – im Gegenteil: „Schoko“ angelt mit Vorliebe Forellen.

Karpfen schluckt Brot, Brot tarnt Widerhaken, Karpfen, Brot und Widerhaken baumeln symbiotisch vereint an der Angelschnur. Weil Karpfen nun einmal dicke Fische sind, gehorchen sie viel eher dem Gesetz der Trägheit als jenem der freien Wild(wasser)bahn. Und das tun auch ihre Jäger: „Faul am Teichrand sitzen, nebenbei ein 400 Seiten starkes Buch auszulesen und dabei eine halbe Kiste Gösser zu vernichten – das ist doch ein Match ohne jegliche sportliche Herausforderung“, moniert Walter Schachner.

Mit dem beschaulichen Schlachtplan der Sonntagsfischer hat Österreichs frisch gebackener Meistermacher nichts am Steirer-hut. Ganz im Gegenteil: Der Mann, der als GAK-Trainer soeben den ersten Titel der Klubgeschichte ins Trockene brachte, angelt lieber kleineres, wendigeres Wassergetier – namentlich Regenbogen- oder Bachforellen. Am liebsten am Fuße des obersteirischen Pogusch, aus jenem 25 Kilometer langen Abschnitt des Stübingbaches, den er soeben gemeinsam mit einem Dutzend alter Fishermen-Friends gepachtet hat. „Wie überliste ich die Forelle, um sie zu besiegen?“ Das ist hier die Frage – und das ist die Antwort:

„Was du beim Forellenfischen brauchst, ist ein gewisser Killerinstinkt, gepaart mit der nötigen Geduld.“ Den Killerinstinkt, den hat die Strafraumlegende noch von früher. Abdrücken und Einnetzen ist gleich Anziehen und Einrollen. Ziemlich einfach – wenn man’s kann. „Im Fußball wie beim Fischen zählt das richtige Timing“, doziert Schoko. „Du musst abwarten können, um dann im richtigen Moment zuzuschlagen.“

Alte Fußballerweisheit: Das Match dauert 90 Minuten. Alte Anglerweisheit: Ein Fischgang mit Schoko dauert viel, viel länger. Denn der marschiert, knietief im Wasser, pro Einheit mindestens vier bis fünf Kilometer durchs rauschende Gehege: „Fischen muss körperlich so richtig anstrengen, um geistig erholsam zu sein.“

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