Schluckt Telering Hutchison Austria?

Die Gerüchte, dass tele.ring den UMTS-Betreiber „3“ im Rahmen eines internationalen Deals schlucken könnte, verdichten sich. tele.ring hält sich bedeckt. Von „3“ kommt eine Absage.

Vor sechs Wochen zelebrierte der Mobilfunkbetreiber Hutchison („3“) in Österreich seinen ersten Geburtstag. In der Wiener Remise gratulierten an die 500 Gäste, die aufwändig umsorgt wurden. Ein gelungenes Jubiläum, das aber auch schon wieder das letzte für Hutchison gewesen sein könnte.

In Telekomzirkeln verdichten sich die Hinweise, dass der heimische UMTS-Anbieter „3“ bald den Besitzer wechseln und mit dem Konkurrenten tele.ring zusammengeschlossen werden könnte. Brancheninsider erklären gegenüber FORMAT, dass folgender Deal so gut wie finalisiert sei: Western Wireless, der Eigentümer von tele.ring, übernimmt vom „3“-Besitzer Hutchison Whampoa in mehreren Ländern dessen Handy-Operationen, darunter auch in Österreich. Schon in Kürze solle die Transaktion offiziell über die Bühne gehen. Lediglich die Schlussverhandlungen seien noch im Gange.

Michael Krammer, der Geschäftsführer von tele.ring, und Aufsichtsratspräsident Hubertus Hofkirchner halten sich bedeckt, dementieren aber nicht. „Kein Kommentar“, lautet unisono ihre Reaktion. Im Umfeld des Netzbetreibers wird die Sache aber als realistisch bezeichnet.

Von „3“-Chef Berthold Thoma kommt hingegen ein klares Nein: „Ich kann nur für Österreich sprechen, und hier ist ein Verkauf definitiv kein Thema.“ Thoma argumentiert: „Western Wireless hat einen Börsenwert von zwei Milliarden Dollar. Hutchison hat allein in 3G (steht für die dritte Handy-Generation UMTS, Anm.) schon 20 Milliarden Dollar gesteckt. Angesichts dieser Relationen macht das ökonomisch ja keinen Sinn.“

Die Verwirrung am Markt ist groß, die Verunsicherung der Mitarbeiter ebenfalls. Kommt es zur Vereinigung von „3“ mit tele.ring, würden wohl nicht alle der etwa 500 bei Hutchison Austria Beschäftigten ihren Job behalten.

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