Einer gegen alle

Einer gegen alle

Finanzminister Hans Jörg Schelling

Steuerreform, Heta-Abwicklung: Hans Jörg Schelling macht sich derzeit in allen Lagern viele neue Feinde. Dafür feiern ihn alte Gegner als Helden. Eine Abhandlung in drei Kapiteln.

Kapitel 1. Acht wütende Landesfürsten und eine verpatzte Rückkehr ins Rampenlicht.

Mit der Ansage, dass der Bund im Zuge der Abwicklung des Hypo-Nachfolgers Heta sicher nicht die dadurch anfallenden Verbindlichkeiten der Länder übernehmen werde, hat Schelling die Fürsten kalt erwischt. Vor allem der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll soll stinksauer gewesen sein, und zwar schon alleine wegen des Timings.

Kapitel 2. Der volatile Wunsch nach Nähe und die Freude über wiedererlangte Freiheiten.

Reinhold Mitterlehner dulde niemanden auf Augenhöhe, hörte man auf Nachfrage lange Zeit in der ÖVP. Dann übernahm der Minister die Parteispitze und holte sich Schelling an seine Seite. Seitdem passt kein Blatt Papier zwischen die beiden. Und das wird sich auch so lange nicht ändern, wie Schelling dem Vizekanzler erfolgreich den Rücken freihält.

Kapitel 3. Über Damoklesschwerter und eine Prophezeiung von politischem Harakiri.

Während der Steuerreformverhandlungen war es an Schelling, gegenüber der SPÖ die Rolle des Bad Guy zu übernehmen und alle Wünsche nach vermögensbezogenen Steuern abzublocken - während Mitterlehner dem Koalitionspartner zumindest eine "gesichtswahrende Lösung“ zugestand. Beliebt hat er sich damit nicht gemacht.

Weiterlesen: Regierung fixiert Steuerreform - Die Details

Lesen Sie den ganzen Artikel in FORMAT Nr. 11/2015
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