Schalles starker Abgang

Exklusiv: Das monatelange Rätselraten um die Zukunft von Veit Schalle als Chef der Billa-Mutter Rewe Austria hat ein Ende. Zu FORMAT sagt er: „Ich höre auf.“

In 39 Jahren Zusammenarbeit automatisieren sich gewisse Reflexe. Wenn Veit Schalle, Generalbevollmächtigter der Billa-Mutter Rewe Austria, wissen will, ob Billa-General Wolfgang Wimmer im Haus ist, stemmt er sich hinter seinem Schreibtisch ein paar Zentimeter hoch und wirft einen Blick zum Fenster hinaus. Steht Wimmers silberner Mercedes S350 am Firmenparkplatz der Wiener Neudorfer Firmenzentrale, nickt Schalle, ist der Platz neben seinem eigenen Audi A8 leer, schüttelt er den Kopf.

Schalle und Wimmer kennen sich, seit Schalle 1965 unter Billa-Gründer Karl Wlaschek zwecks Ausbildung zum Filialleiter in die Wiener Singerstraße, in die damals größte Billa-Filiale, geschickt worden war. Deren Chef hieß damals Wolfgang Wimmer. Nun geht sich für die beiden inzwischen 62-jährigen Handelsmanager das Vierzig-Jahre-Jubiläum ihrer Zusammenarbeit noch knapp aus. Dann ist Schluss: Veit Schalles Dienstvertrag läuft Ende 2005 aus, und jetzt ist fix, dass er nicht mehr verlängert wird.

Josef Sanktjohanser, Vorstand in der deutschen Rewe-Zentrale und Aufsichtsratschef der Rewe Austria, hat bereits die Headhunting-Firma Egon Zehnder mit der Suche nach einem neuen Topmann für Wiener Neudorf betraut. Billa-Boss Wimmer, dessen Vertrag noch bis Ende 2006 läuft, könnte Schalle interimistisch nachfolgen. Schalle, der Billa als Langzeitchef zur Nummer eins des österreichischen Lebensmittelhandels gemacht hat, bestätigt gegenüber FORMAT seinen bevorstehenden Abschied: „Ich gehe einfach in Pension“.

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PLUS Interview: Veit Schalle, Generalbevollmächtigter von Rewe Austria, über seinen Abschied von Billa und die Zeit danach

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