Russlands Öl-Roulette

Gazproms Milliardendeal mit Sibneft stärkt die Macht der staatlichen Energiegiganten Russlands – davon profitiert nun auch die diskrete Drehscheibe Wien.

Die Kundschafter des reichsten Russen haben es seit acht Tagen mit einem Schlag noch viel leichter: Seit Roman „Roma“ Abramowitsch, 39, seine Anteile am russischen Ölriesen Sibneft um elf Milliarden Euro an den staatlichen Gazprom-Konzern verklopft hat, schwimmen seine Emissäre förmlich in Geld. Ihr aktueller Auftrag in Wien: Abramowitsch, reichster Russe mit Wohnort London und Besitzer des englischen Fußballmeisters FC Chelsea, interessiert sich für den Kauf eines Palais in der City sowie für Büros in einem Luxushotel an der Ringstraße.

Ungewiss hingegen ist die Zukunft der Sibneft Oil Trade Company GmbH: Erst im Jänner aus der Karibik nach Wien übersiedelt, steht die Zukunft des zumindest drei Milliarden Euro Jahresumsatz zählenden internationalen Ölhandels der Sibneft über Wien nach dem Verkauf an Gazprom in den Sternen.

Die Überraschung im irren Energiemonopoly von Russlands Präsident Wladimir Putin: Wien wird als diskrete Drehscheibe künftig eine noch sehr viel wichtigere Rolle spielen. Denn der neue Sibneft-Eigner Gazprom, als weltgrößter Erdgaskonzern nun Putins deklarierter Trumpf im Kampf gegen steinreiche Oligarchen wie den spektakulär gestürzten und kürzlich zu acht Jahren Haft verknackten Yukos-Chef Michail Chodorkowski, wertet den Standort Wien weiter auf.

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