Ruf nach Streik in der Telekom Austria: Mitarbeiter verlangen Kampfmaßnahmen

In der Telekom Austria brodelt es, seit General Boris Nemsic angekündigt hat, bis Jahresende mindestens 500 Beamte aus dem Festnetz-Bereich beinhart nachhause zu schicken, weil es für sie keine Arbeit mehr gibt. Hunderte Telekom-Beschäftigte drängen daher jetzt auf einen Streik, die Stimmung ist am Kochen. "Es war ganz klar, dass eine solche Maßnahme nicht einfach ruhig hingenommen wird", erklärt Betriebsratschef Michael Kolek gegenüber dem Magazin FORMAT.

Kolek, als besonnen bekannt, steht selbst unter großem Druck seiner Kollegen, die auf die Vorbereitung von Kampfmaßnahmen drängen. "Die Leute fragen, wieso wir nicht endlich auf die Straße gehen", bestätigt er. Allerdings sei er noch nicht sicher, ob das wirklich eine sinnvolle Lösung für das Problem wäre.

Rekationen aus der Politik
Kolek wünscht sich aber endlich Reaktionen aus der Politik, weil der Staat ja noch mit über 27 Prozent an der Telekom Austria beteiligt ist. Im FORMAT sagt er "Wir machen noch immer ein paar Hundert Millionen Euro Gewinn. Trotzdem sollen heuer 500 bis 700 Leute heimgeschickt und in den nächsten Jahren 2.000 bis 2.500 Arbeitsplätze abgebaut werden. Dazu können die Politiker doch nicht schweigen."

Der vom Unternehmen angebotene Sozialplan für Beamte, die freiwillig ausscheiden, findet derzeit nur wenig Zuspruch.

Lesen Sie die gesamte Geschichte im FORMAT 38/08!

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