Rock me Austria! Das Who’s who der heimi- schen Pop-Branche. Die Zukunft des Pop-Biz

Einer der wichtigsten Wirtschaftsbereiche Österreichs hat 42.000 Beschäftigte und besteht nicht nur aus Christina Stürmer. Wer sind die wichtigsten Player in der heimischen Musikszene, wie funktioniert das Geschäft?

Mitte März 1986 war in der Wiener Innenstadt wieder eine richtig gute Party im Gange, denn Hans Hölzel war mit Freunden ausschweifend unterwegs. Ein Anruf brachte die illustre Gesellschaft in Jubelstimmung. Die Nachricht: Falco ist eben mit „Rock Me Amadeus“ in den USA zur Nummer 1 aufgestiegen – vor Prince mit „Kiss“. Der Mär nach saß Hans Hölzel in der Ecke mit Tränen in den Augen und sagte mit erstickter Stimme: „Nein, ich kann mich darüber nicht freuen, weil ich das nie mehr schaffen werde!“

Falco hatte Recht. Bis in die Gegenwart war es keinem Musikschaffenden aus Österreich auch nur annähernd vergönnt, an dieser Marke zu kratzen. Mit weit über 50 Millionen verkauften Exemplaren gilt der Falke bis heute als die Lichtfigur der heimischen Szene. Für die jährlichen Einnahmen zwischen 200.000 und 300.000 Euro, die er posthum noch immer umsetzt, würden wohl 95 Prozent aller Musiker hierzulande geradezu faustische Verträge unterschreiben.

Fast zehn Jahre nach Falcos Ableben sieht die Lage anders aus. Maß aller Dinge in Österreich ist mittlerweile Christina Stürmer. Vor vier Jahren ging die burschikose Oberösterreicherin als Zweitplatzierte aus der Castingshow „Starmania“ heraus, bestand aber als Einzige am Markt den Realitätstest. Mittlerweile kann sie auf 1,5 Millionen verkaufte Platten in Deutschland, der Schweiz und Österreich verweisen und reifte innerhalb kürzester Zeit zum hoch dotierten Werbeträger für Topmarken wie McDonald’s, „3“, Iglo oder Eskimo.

Die großen Alten des Austropop wie Ambros, Fendrich, EAV erreichen – wenn auch deutlich weniger als zu ihren Glanzzeiten – 2006 noch immer regelmäßig Gold-Status, und auch die Überraschungs-Newcomer von SheSays schafften stattliche 15.000 Verkäufe. Diese werden übrigens vom selben Manager wie die 24-jährige Stürmer zielgruppengerecht betreut.

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