Robuster Arbeitsmarkt stützt US-Konjunktur

Die Bau-Indikatoren und die Preise auf den US-Immobilienmärkten brechen ein. Greift dies auch auf andere Branchen und Länder über?

Die US-Wirtschaft wächst nun bereits seit vier Quartalen deutlich langsamer als in den drei Jahren davor. Das Wachstum liegt nur mehr knapp über zwei Prozent. Bisher war die Weltwirtschaft relativ resistent dagegen, der Euroraum erlebte 2006 mit knapp drei Prozent sogar das stärkste Wachstum seit 2000.

Folgen die Weltwirtschaft und damit Österreich nun den USA? Zum Teil muss man die Frage mit „ja“ beantworten. Unserer Schätzung nach kostet die schwache Konjunktur in den USA Österreich heuer fast einen halben Prozentpunkt an Wachstum. Allerdings wird diese Abschwächung kompensiert durch die inländische Nachfrage, die sich beleben wird. Dieses Phänomen wird auch in vielen anderen Ländern der Welt, vom Euroraum bis China, helfen, die negative Wirkung der US-Abschwächung gering zu halten. In Summe wird daher das Wachstum in Österreich auch 2007 fast drei Prozent erreichen.

Basis dieser optimistischen Sicht sind folgende Grundannahmen: Die US-Wirtschaft kann sich bereits gegen Jahresende 2007 wieder beleben, die Immobilienkrise führt aufgrund eines weiterhin robusten Arbeitsmarktes zu keiner Rezession in den USA.

Dementsprechend kommt es zu keinem „Crash“ an den Finanzmärkten, und vor allem der US-Dollar verliert gegenüber dem Euro nicht deutlich an Wert. Gerade die beiden letzten Annahmen sind entscheidend für den Euroraum und Österreich. Würde etwa der US-Dollar im Gefolge einer US-Rezession auf 1,50 Dollar/Euro abwerten, so würde dies Österreich zusätzlich mehr als einen halben Prozentpunkt kosten – und bei einem Kurs von 1,75 wären wir schon bei 1,2 Prozentpunkten weniger Wachstum. Dazu kämen noch die Effekte der negativen Folgen für die Weltwirtschaft.

Fassen wir zusammen: Negative Folgen für die Weltwirtschaft könnten nur bei instabilen Finanzmärkten entstehen – etwa beim Verfall des Dollars. Bleiben die Finanzmärkte relativ stabil, was wir annehmen, wird eine Krise im Konsumsektor der USA die Weltwirtschaft nicht in die Rezession schicken.

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