Risiko Wetter - Wann kommt die nächste Flut?

Risiko Wetter. Meteorologen warnen vor noch schlimmeren Überflutungen. Kann weltweiter Klimaschutz das Schlimmste noch verhindern?

Viele der rund 200.000 von der Flutkatastrophe Betroffenen finden jetzt erstmals die Zeit, sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Zahlt es sich überhaupt noch aus, Geld in die Sanierung der zerstörten Häuser und devastierten Betriebe zu stecken? Muss nicht angesichts des Klimawandels damit gerechnet werden, dass schon bald eine neue, vielleicht noch schlimmere Flutwelle alles aufs neue zerstört?

Rio, Kioto, Johannesburg
Die weltweiten Unwetter im heurigen August wären ein trefflicher Anlaß, um auf der großen Umweltkonferenz, ab 26. August im südafrikanischen Johannesburg, Maßnahmen zu erörtern. Doch wie schon 1992 in Rio de Janeiro und 1997 im japanischen Kioto dürften sich die Hauptverursacher des menschlichen Treibhauseffektes nicht auf verbindliche Maßnahmen einlassen. Klimaschutz rangiert immer noch hinter ökonomischen Interessen, auch wenn die Kassandrarufe, wonach ein stürmisches Jahrtausend bevorstünde, sich häufen.

Klima im Umbruch
Die Wiener Meteorologin Helga Kromp-Kolb hält ein solches Horrorszenario für durchaus wahrscheinlich: "Das Weltklima befindet sich in einer Umbruchphase, die extreme Niederschläge begünstigt." Und deshalb seien in Zukunft selbst die höchsten Dämme keine Garantie für einen zuverlässigen Hochwasserschutz. "Wer heute in ehemaligen Flußauen ein Haus baut, muß akzeptieren, daß es wahrscheinlich alle fünfzig Jahre überflutet wird."

Schuld an den gefährlichen Wetterkapriolen sind die weltweit steigenden Temperaturen. Und die werden nach derzeitiger Lehrmeinung zum überwiegenden Teil vom Menschen verursacht: Abgase aus Industrie, Haushalten und Verkehr, Brandrodungen und Industriedünger in der Landwirtschaft verwandeln die Atmosphäre in ein globales Treibhaus. Innerhalb der vergangenen hundert Jahre ist die Durchschnittstemperatur in Österreich um 1,6 Grad gestiegen.

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