Reich nach Plan: Kursgewinne auf Raten

Wer einen guten Fondssparplan abschließt, kann mit kleinen Raten langfristig ein beträchtliches Vermögen aufbauen. FORMAT zeigt, wie Sie das Know-how der besten Fondsmanager der Welt schon ab 30 Euro im Monat kaufen — und warum jetzt ein guter Startzeitpunkt ist.

Die Erfolgsbilanz von Angelika Millendorfer ist beachtlich: In den vergangenen zwölf Monaten erzielte die Fondsmanagerin des Raiffeisen-Osteuropa-Aktienfonds einen Gewinn von 42,5 Prozent – und das in einem Jahr, in dem nicht wenige Aktienfonds gleich hoch im Minus sind.

Millendorfer hatte zwar auch das Glück, mit Osteuropa einen der wenigen Märkte zu bearbeiten, der in der letzten Zeit noch Gewinne abwarf. Entscheidend ist allerdings, daß die Fonds der 39jährigen gebürtigen Burgenländerin auch besser abschnitten als alle anderen Osteuropafonds. Diese Leistung wurde von unabhängigen Fondsanalysten von Standard & Poor’s mit der Höchstnote AAA belohnt – eine Auszeichnung, die weltweit nur 28 Fonds verliehen wurde. Damit erhielt Millendorfer die gleiche Auszeichnung wie Fondsguru Anthony Bolton, dessen Fidelity European Growth mit 382,8 Prozent Gesamtgewinn zu den Bestperformern der vergangenen zehn Jahre zählt – und damit zu Recht als einer der besten Fonds der Welt gilt.

Man muß kein Großinvestor sein, um vom Know-how der Investmentstars wie Bolton, Erhart, Millendorfer oder Walczak zu profitieren, die in ihrer jeweiligen Fondskategorie die Nummer eins sind: Wer einen Sparplan abschließt, kann zum Beispiel den Raiffeisen-Fonds schon ab 30 Euro im Monat ordern. FORMAT zeigt, wie Fondsparpläne funktionieren und mit welcher Anlagestrategie und welchen Fonds die besten Chancen bestehen, um überdurchschnittliche Renditen zu erreichen.

Trotz Crash Geld verdoppelt Fondssparpläne sind nicht nur wegen ihrer niedrigen Mindestraten interessant – sie lösen auch eines der größten Probleme der Anleger, nämlich die Frage, wann am besten gekauft werden soll. „Wer regelmäßig in einen Fonds einzahlt, muß sich über den bestmöglichen Einstiegszeitpunkt keine Kopfzerbrechen machen“, weiß Spängler-Fondschef Markus Ploner. Mit kleinen Beträgen läßt sich langfristig ein großes Vermögen aufbauen. Wer in den letzten zwanzig Jahren Monat für Monat 50 Euro in einen europäischen Aktienfonds einzahlte, hat jetzt – trotz Golfkrieg, Rußlandkrise und High-Tech- Crash – inzwischen 28.584 Euro am Depot. Das ist weit mehr als das Doppelte der Gesamteinzahlung von 12.000 Euro.
Durch konsequentes Fondssparen läßt sich auch eine stattliche Zusatzpension aufbauen. Mit 100 Euro im Monat, die 25 Jahre lang in einem Fonds mit einer zehnprozentigen Rendite angespart werden, bekommt man in der Auszahlungsphase 20 Jahre lang eine Zusatzpension von 363 Euro überwiesen.

Durststrecke für Fondssparer
Allerdings sieht die Kurzfristbilanz der Fondssparer deutlich schlechter aus. Wer erst in den vergangenen fünf Jahren mit Einzahlungen in einen Aktienfonds begonnen hat, ist derzeit meist ins Minus gerutscht. Viele Anleger haben mit ihren regelmäßigen Einzahlungen sogar eine geringere jährliche Rendite erzielt als bei einem Einmalerlag. Eines der Hauptargumente für das Fondssparen – die Ausnützung des Cost-average-Effekts – zieht nämlich derzeit nicht. Dieser Durchschnittskosteneffekt beruht auf dem einfachen Prinzip, daß die Fondssparer langfristig in den Zeiten eines Börsencrash am meisten verdienen, weil durch die gleichbleibenden Sparraten gerade dann besonders viele Fondsanteile gekauft werden können.

Dieser Effekt setzt jedoch voraus, das sich die Kurse nach Ende des Börsencrash wieder normalisieren – derzeit ist allerdings die seit März 2000 anhaltende Baisse an den wichtigsten Märkten noch nicht überstanden. Im Gegenteil – auf dem Höhepunkt der High-Tech-Blase haben Fondssparer besonders teuer eingekauft.

12,8 Prozent pro Jahr seit 1997
So hat zum Beispiel ein Anleger, der seit November 1997 einen Sparplan für den Raiffeisen-Global-Mix-Fonds, einen Mischfonds aus Aktien und Anleihen, abgeschlossen hat, derzeit einen leichten Verlust von 1,3 Prozent pro Jahr zu verschmerzen, während ein Investor, der im Herbst 1997 mit einem Einmalbetrag eingestiegen wäre, immerhin 4,9 Prozent pro Jahr gewonnen hat. Beim Raiffeisen-Osteuropa-Fonds sind dagegen die Sparplansparer mit plus 12,8 Prozent jährlich deutlich besser gefahren als ein Einmalanleger mit plus 6,1 Prozent.

Autoren: Martin Kwauka, Anneliese Proissl

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