Red Bull: Getränke und Geschenke

Dietrich Mateschitz baut den Red-Bull-Konzern um. Und eine neue Modelinie sowie der Energydrink Bullit warten in der Firmenpipeline.

Dietrich Mateschitz plant Spektakuläres – wieder einmal. Im Jahr 1987 ließ der gebürtige Steirer seine Red Bull GmbH ins Salzburger Handelsregister eintragen. An den Eigentümerverhältnissen hat sich seither nichts geändert: 49 Prozent gehören „Mister Red Bull“, den Rest hält die thailändische Unternehmerfamilie Yoovidhya. Auch die Profite sprudeln seither unaufhörlich: Die Red-Bull-Gesellschafter freuen sich alljährlich über Gewinnausschüttungen von mehr als 70 Millionen Euro (in alter Währung: eine knappe Milliarde Schilling) – auch heuer fließt die Hälfte davon an Mateschitz.

Exakt 20 Jahre nach der legendären Red-Bull-Gründung zeichnen sich für das heurige Jahr abermals fulminante Neuerungen ab. Oberbulle „Didi“ – wie ihn Freunde liebevoll nennen – steckt laut FORMAT vorliegenden Notariatsakten mitten im Komplettumbau seiner Energydrink-Company.

Von einer Salzburger One-Man-Show mauserte sich Red Bull zu einem internationalen Konzern mit mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz und rund 200 Millionen Euro Jahresgewinn. Trotz des rasanten Wachstums – die Umsätze steigen jährlich um mehr als 20 Prozent – wurden die Strukturen bisher nicht an die neuen Verhältnisse angepasst. Dieses strukturelle Defizit soll nun beseitigt werden. Außerdem will Mateschitz in neue Bereiche vorstoßen: So wird etwa fieberhaft am globalen Roll-out eines zweiten Energydrinks sowie an der Vermarktungsstrategie für eine mögliche Red-Bull-Modelinie gebastelt – Einführungstermin: streng geheim.

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