Die trend-Redaktion trauert um Rainer Himmelfreundpointner (1961 – 2018)

Rainer Himmelfreundpointner
Rainer Himmelfreundpointner

Rainer Himmelfreundpointner

Am 15. Mai verstarb der langjährige trend- und Format-Autor Rainer Himmelfreundpointner überraschend nach kurzer, schwerer Krankheit in Wien.

Die trend-Redaktion verliert nicht nur einen großen Autor und Journalisten, sondern auch einen der liebenswürdigsten Kollegen. „HFP“, wie er auf Grund seines außergewöhnlich langen Namens bei uns in der Redaktion und auch in der gesamten Branche der Einfachheit halber genannt wurde, stand uns immer zur Seite, wenn im hektischen Redaktionsalltag Not an Frau und Mann war. Und das war im Laufe der vielen Jahre der Zusammenarbeit oft genug der Fall. Ruhig, besonnen, wie es seine Art war, hatte er aufgrund seines enormen Wissens in vielen verschiedenen Themenfeldern sehr oft die beste Idee, wie Artikel umzusetzen sind.

Der gebürtige Oberösterreicher begann seine Karriere Ende der 80er-Jahre im trend. Schon damals kristallisierten sich jene Fähigkeiten heraus, die Rainer sehr rasch zu einem der besten Magazinjournalisten des Landes werden ließen: die Begabung, komplizierteste Zusammenhänge nicht nur zu verstehen, sondern diese präzise und für den Leser verständlich auf den Punkt zu bringen, unbändiger Wissensdurst und das Interesse an Neuem sowie eine beeindruckende Formulierungskraft, gepaart mit trockenem, britisch geprägtem Humor. Nicht umsonst war London sein liebstes Reiseziel.

Nach seiner ersten Zeit beim trend gestaltete HFP ein angesehenes Architekturmagazin und war als freier Autor tätig. Ab 2010 schrieb er regelmäßig für das wöchentliche Wirtschaftsmagazin Format und auch wieder für den trend.

In der jüngsten Vergangenheit hat uns Rainer in kurzer Abfolge erklärt, wie die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen wirklich funktionieren, was hinter Donald Trumps Handelskrieg steckt, wie sich China die Welt kauft oder warum der Wiener Max Hollein genau der Richtige für die Leitung des wichtigsten Museums der Welt, dem New Yorker Metropolitan Museum of Art, ist. Er hat Künstler wie Erwin Wurm in trend-Covergeschichten porträtiert, er war bei Wirtschaftskapitänen, Wissenschaftern und Politikern als Gesprächspartner auf Augenhöhe angesehen. Mit seinem Steckenpferd, der Berichterstattung über Kunst und den globalen Kunstmarkt, hat er sich im Lauf der Jahre auch internationales Renommee erarbeitet.

Lieber Rainer, wir vermissen Dich und sagen Adieu!

Seiner Frau Karin, seiner Mutter, den Geschwistern sowie allen Angehörigen möchte die trend-Redaktion auf diesem Weg ihr aufrichtiges Beileid aussprechen.

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