Querschüsse aus dem Morgenland

Wenige Tage vor Ablauf der Angebotsfrist muss die UniCredit um den HVB-Deal zittern: Denn ein lukrativeres Übernahmeoffert einer Saudi-Investorengruppe hängt weiter in der Luft.

Fünf Tage vor Ablauf der formellen Frist für den 20-Milliarden-Deal wagt sich in der saudischen Metropole Riad ein ebenso steinreicher wie öffentlichkeitsscheuer Investor nun erstmals aus der Deckung.
Nachdem FORMAT bereits vor vier Wochen über Pläne eines Übernahmeangebots für die HypoVereinsbank (HVB) berichtet hatte, liefert Scheich Mansour Almalik nun zum ersten Mal offiziell eine Bestätigung für seine Absicht. In einer FORMAT exklusiv vorliegenden Mitteilung stellt der milliardenschwere Chef eines Unternehmenskonglomerats mit Beteiligungen im Energie-, Immobilien- und Militärbereich nämlich fest: „Die Mansour Almalik Holding Company gibt bekannt, dass sie derzeit die Möglichkeit einer Übernahme von wesentlichen Anteilen an der HypoVereinsbank in Deutschland … evaluiert“.

Die Absicht Almaliks, sich „gemeinsam mit einer Gruppe von Investoren aus Saudi-Arabien und den Golfstaaten“ noch so kurz vor Ablauf aller Fristen „gemeinsam mit internationalen Finanzberatern“ in den HVB-Deal zu involvieren, sorgt bei der italienischen UniCredit für helle Aufregung: Denn UniCredit-Chef Alessandro Profumo würde den gemeinsam mit HVB-Boss Dieter Rampl monatelang penibel vorbereiteten Takeover am liebsten bereits am kommenden Montag über die Bühne bringen.
Nun drohen aber die Querschüsse des Mannes aus dem Morgenland den als Europas besten Banker gefeierten Profumo ernsthaft ins Schleudern zu bringen. Erste Konsequenz: Die am Montag auslaufende Annahmefrist zum Tausch von HVB- in UniCredit-Aktien (fünf UniCredit- für eine HVB-Aktie) muss aller Voraussicht nach um mehr als zwei Wochen bis 28. Oktober verlängert werden.

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