Projektgruppe für Praterspaß

Projektgruppe für Praterspaß

Hoch hinuas. Michael Prohaska (Prater Wien GmbH), Karl Kolarik (Schweizerhaus), Erich Dürnbeck (Prolytic), Stefan Sittler-Koidl (Praterverband), WU-Professor Alfred Taudes und Berater Günter Brandner (v. l.) tüfteln an künftigen Erfolgsstrategien für die Wiener Institution Prater.

Generationen von Prater-Unternehmern verließen sich auf ihr Bauchgefühl. Nun hat eine Studie Stärken, Schwächen und Marktprofil der Wiener Paradeinstitution wissenschaftlich untersucht, um auf dieser Basis an Zukunftsstrategien zu bauen - rechtzeitig zum Prater-Jubiläumsjahr 2016.

Der Wiener Prater ist ein Freizeitpark, wie es weltweit keinen zweiten gibt", sagt Stefan Sittler-Koidl. Als Präsident des Wiener Praterverbandes, der Vereinigung der Prater-Unternehmer, repräsentiert er sogar leibhaftig diese Einzigartigkeit.

Es ist nämlich die Struktur von etwa 80 selbstständigen Unternehmern, die den Prater von Freizeitparks aus einem Guss nach Art von Disneyworld oder Legoland unterscheidet. Die oft über Generationen eingesessenen Unternehmerfamilien betreiben rund 250 einzelne sogenannte Attraktionen von Gastronomiebetrieben über Achterbahnen bis zum Pony-Karussell auf eigene Rechnung.

Diese gewachsene Struktur von Einzelunternehmern, die miteinander um die Gunst des Publikums konkurrieren, ist das genaue Gegenteil eines Masterplans, dem Freizeitparks üblicherweise folgen.

Kein Wunder also, dass das "Markenprofil" des Praters nicht unbedingt besonders scharf ist - obwohl der Prater insgesamt eine ungeheuer starke und präsente Marke ist.

Auch die Konkurrenzsituation selbstständiger Betreiber bringt aus übergeordneter Sicht Probleme. "Dinge, die gut funktionieren, werden nachgeahmt. Dadurch entsteht eine gewisse Gleichartigkeit des Angebots", sagt Michael Prohaska, Geschäftsführer der Prater Wien GmbH, eines Unternehmens der Stadt Wien, das sich um Verwaltung und Entwicklung des Gesamtstandortes kümmert.

Neue Initiative zum Jubiläumsjahr 2016

Umso größer die Freude bei Prohaska, dass die Prater-Unternehmer bei einer ganz neuen Initiative mit an Bord sind: Die traditionsreiche Institution lässt ihre Kundenstruktur, deren Vorlieben und Wünsche erstmals im Lichte modernster Marktforschungsmethodik untersuchen, um Entwicklungspotenziale und Zukunftschancen zu erkennen.

Hintergrund des Ganzen ist das Prater-Jubiläumsjahr 2016, in dem sich die Öffnung des einstigen kaiserlichen Jagdgebietes durch Joseph II zum 250. Male jährt. Der Verein "Prater aktiv", gemeinsam getragen vom Unternehmerverband und dem städtischen Unternehmen, will im Jubeljahr ein wahres Feuerwerk attraktiver Veranstaltungen organisieren - und dafür auch Sponsoren aus der Wirtschaft gewinnen. Auch dafür braucht man Daten und Fakten.

=> Lesen Sie den ganzen Artikel im FORMAT Nr. 31/32 2015
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