Privatisierung: Ab geht die Post

Ein vertrauliches Bewertungspapier des US-Investmenthauses Goldman Sachs erklärt die Post für absolut börsenfit. Trotzdem hält die Gewerkschaft an ihren Streikplänen fest.

Wolfgang Schüssel nützte ein paar ruhige Stunden rund um Silvester, um die heikle Causa im innersten Führungszirkel der Regierung zu finalisieren.

Als schließlich sein wichtigster Vertrauter, ÖVP-Klubobmann Wilhelm Molterer, bisher größter Skeptiker in der Angelegenheit, Schüssels Plan abnickte, war der Börsengang der Post endlich beschlossene Sache: Am Mittwoch erteilte Finanzminister Karl-Heinz Grasser der Staatsholding ÖIAG grünes Licht dafür, bis zu 49 Prozent des Briefkonzerns voraussichtlich noch im Juni über die Börse zu verkaufen.

Post-General Anton Wais („Die Post ist fit für die Börse“), der bis zuletzt trotz politischen Gegenwindes verbissen auf der Börsenstory beharrt hatte, darf nun knapp die Hälfte eines Unternehmens verkaufen, das mit 24.000 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2005 1,62 Milliarden Euro Umsatz erzielte. Der erwartete Verkaufserlös: rund 400 Millionen Euro.

Doch die künftig teilprivatisierte Beförderung von Briefen und Paketen spaltet die Republik. Ein gewaltiger Arbeitskampf ist programmiert. Der zuständige Infrastrukturminister Hubert Gorbach: „Diese Entscheidung ist wichtig und kommt zum richtigen Zeitpunkt, es wird eine dividendenstarke Volksaktie entstehen.“

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