Privatbanken: Die Hüter des Geldadels

Dreißig Geldhäuser buhlen landesweit um vermögende Privatkunden. Wie sie arbeiten, was sie anbieten und wie viel Privatbankiers verdienen.

Sie befinden sich in guter Gesellschaft: Stocknachbar ist das Family Office des polnischen Milliardärs Jan Kulczyk, und einige Etagen tiefer managen der Ex-Banker Wolfgang Kulterer, der Steuerberater Jörg-Andreas Lohr und der Rechtsanwalt Alexander Klaus das Milliardenvermögen der Flick Privatstiftung. „Jeder wünscht sich tolle Nachbarn, wir haben sie“, sagt Henrik Herr stolz. Gemeinsam mit Gina Goess steuert der Ostdeutsche von der Nobeladresse Kärntner Ring 11–13 aus die Aktivitäten der Credit Suisse in Wien und Salzburg. Ab nächster Woche wagt die Zürcher Großbank, die hier zuletzt nur im Investmentbanking auffiel, einen neuen Vorstoß in einen Bereich, der schon einmal vor fünf Jahren aufgegeben wurde: das Private Banking. „Wir haben uns ein Jahr darauf vorbereitet“, erzählt Herr. Viel Geld wurde in den Aufbau eines Teams von zwanzig Kundenbetreuern investiert. Fünf Kollegen schnappten sich die Schweizer vom Konkurrenten Deutsche Bank in Wien, weitere vier Mitarbeiter wechselten von der Bank Vontobel in Salzburg. Mit mehr als 130.000 Euro Jahresgage wurde der Wechsel schmackhaft gemacht, was Herr nicht kommentieren will. „Wir haben uns die besten Köpfe geholt“, gibt sich der Credit-Suisse-Repräsentant wortkarg. „Über Geld sprechen wir nicht, wir verwalten es lieber.“

Der Aufmarsch der Eidgenossen wirft ein Schlaglicht auf eine Gruppe, die nicht nur mit Geld jongliert, sondern deren wertvollstes Gut Diskretion ist: die Private Banker. Ein passender Anlass, um einen Blick hinter die Kulissen der elitären Geldklubs zu werfen. Wie viel verdient ein Privatbankier persönlich, und wie viel knöpft er seinen Kunden ab? Welche Tricks und Kniffe wenden sie an, um ihre Klientel bei Laune zu halten? Spannende Fragen, denen der FORMAT-Report über die Hüter des Geldadels nachgeht.

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT

Kommentar
Peter Pelinka

Standpunkte

Kern geht, doch die Kernfragen bleiben

"Don't smoke": Milliardenkosten für Österreich durch das Rauchen

Wirtschaft

"Don't smoke": Milliardenkosten für Österreich durch das Rauchen

Kommentar
trend-Chefredakteur Andreas Lampl

Standpunkte

Klassenkampferl gegen den Zwölf-Stunden-Tag