Pitbull für die Bawag

Der Brite David Roberts wird als erster Ausländer eine österreichische Großbank führen. Ein radikaler Umbau der Bawag steht bevor.

Bald hat er mehr Platz. David Roberts sitzt in einem engen Raum im sechsten Stock der Bawag-PSK-Zentrale in Wien. Ein Schreibtisch und ein Tischchen für Besprechungen finden auf knapp zwölf Quadratmetern gerade noch Platz. Seit kurzem hat der 45-jährige (Tisch-)Fußball-Fan auch noch einen Wuzler im Raum stehen – ein persönliches Geschenk des Vorstands der Post AG. Mit anderen Worten: Es wird immer enger. Roberts’ akute Raumnot dürfte aber schon bald ein Ende haben. Mit Jahreswechsel wird er in ein Zimmer übersiedeln, das dreimal so groß ist: der angenehme Nebeneffekt seiner dieswöchigen Bestellung zum neuen Generaldirektor der Bawag-PSK-Gruppe.

Roberts wirkte bereits seit Mai als „Special Advisor to the Board“ in der fünftgrößten Bank Österreichs (Bilanzsumme: 48,3 Milliarden Euro; 4.000 Mitarbeiter). Nun wird der gebürtige Brite auch als erster Ausländer im Chefsessel einer österreichischen Großbank Platz nehmen und damit eine neue Ära in der Ex-Gewerkschaftsbank einleiten.

Tatsächlich wird unter dem studierten Mathematiker und Betriebswirt – seinen MBA machte er an der britischen Henley Business School – wohl kein Stein auf dem anderen bleiben. Der US-Finanzinvestor Cerberus – Namensgeber ist der Höllenhund aus der griechischen Mythologie – will die Bank in fünf Jahren an die Börse bringen. Ein radikales Kostensenkungs- und Ertragssteigerungsprogramm ist dafür notwendig. „Ich will aus der Bawag ein europäisches Powerhouse machen“, trompetet der muskulöse Roberts – bankinterner Spitzname: „Pitbull“ – und gibt FORMAT einen Einblick in seinen Masterplan: Darunter fällt der Verkauf von Beteiligungen, Immobilien und osteuropäischen Banktöchtern ebenso wie Investitionen in IT, Produkte und Services. Den Mitarbeitern steht die Einführung eines leistungsabhängigen Gehaltssystem und ein radikaler Personalabbau bevor.

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