Pioneers-Festival: "Auch Facebook wird angegriffen“

Pioneers-Festival: "Auch Facebook wird angegriffen“

Die Pioneers-Gründer Jürgen Furian Rinke (li) und Andreas Tschas

Warum man sogar im Silicon Valley eine Technologiekonferenz in Wien cool findet: die Pioneers-Veranstalter über Digitalisierung, Visionen und prominente Redner.

Format: Es gibt keinen Termin, keinen Event, bei dem Staatssekretär Mahrer nicht die Werbetrommel für das Pioneers rührt, vor wenigen Tagen sogar in Israel. Bekommt er ein Erfolgshonorar?

Tschas: Vielleicht indirekt (lacht). Ernsthaft, wir haben auf so einen Unterstützer gewartet, weil die internationale Vernetzung so wichtig ist. In den letzten Jahren haben wir schon viel erreicht, aber es ist schon etwas anderes, wenn man von politischer Seite solche Unterstützung kriegt. Österreich ist eh schon ein bisschen spät dran, wenn man sich anschaut, wann andere Länder bereits solche Initiativen gestartet haben. Mahrer haut sich da jetzt umso mehr ins Zeug.

Musste man ihn überzeugen?

Tschas: Wir haben ihm von unseren Plänen für den Standort schon vor Jahren erzählt. Das Start-up-Thema war mit ein Grund, warum er überhaupt in die Politik gegangen ist. Das hat Potenzial, und es gibt soviel zu tun. Beim 40-Punkte-Programm für die "Gründerland-Strategie“ muss ihn die Szene tatkräftig bei der Umsetzung helfen. Was in den letzten Jahren schade war, dass wir "nur“ für drei Tage internationaler Start-up-Hotspot waren. Jetzt haben wir eine aktive Szene, und die muss sich international vernetzen. Früher hat man vom Kampf um die besten Talente gesprochen, heute geht es um die besten Start-ups, und da matchen sich viele Städte. Wien kann die Drehscheibe in Europa werden - aber da brauchen wir eine große Vision.

Ist die traditionell starke Verbindung in den Osten ein Vorteil, den man ausspielt?

Furian: Auf jeden Fall. Jeder, der einmal in Bratislava oder Brünn in der Start-up-Szene unterwegs war, stolpert über die Aussage: Hier ist viel Tech-Talent, aber zu wenig Wirtschafts-Know-how. Bei uns ist es genau umgekehrt. Da kann man gut ansetzen.

Zu den Personen

Andreas Tschas , 32, ist der Mitgründer und CEO von Pioneers. Sein Engagement für die heimische Start-up-Szene begann schon früher, mit der Gründung der Junior-Consulting-Firma Icons.

Jürgen Furian Rinke , 30, ist Pioneers-Mitgründer und verantwortet die Firmen- und Produktentwicklung, ist u. a. auch Schnittstelle zum Speedinvest-II-Fonds. Er koordiniert auch den exklusiven Event "Pioneers X“. Vorher war er bei StartEurope.

Lesen Sie den ganzen Artikel in FORMAT Nr. 21/2015
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