Pilotversuch: Einkaufen in der SCS auch am Sonntag

Der Streit um die Sonntagsöffnung ist mehr als ein Ladenhüter: In den Nachbarstaaten im Osten ist der Shopping-Sonntag längst Realität.

Die Frage zum Sonntag: Was haben in Österreich die Flughafen-, Bahnhof- und Tankstellenshops, Bäckereien, Blumengeschäfte, Tourismusorte und die Familienbetriebe im SCS-Multiplex in der Shopping City Süd gemeinsam? Sie alle haben Ausnahmeregelungen von den strikten Ladenschlusszeiten und dürfen auch am Sonntag ihre Geschäfte aufsperren. Der Rest der Geschäfte in unserem Land muss geschlossen bleiben.

In der SCS orientieren wir uns an den Wünschen unserer Kunden und bemerken sehr wohl einen Bedarf nach längeren Einkaufszeiten. Der „lange Donnerstag“ bis 21 Uhr wird sehr gut angenommen, doch es bestehen auch Wünsche für das Wochenende, besonders an den einkaufsstarken Sonntagen vor Weihnachten. Weniger Stress vor allem für Familien, wo beide Elternteile berufstätig sind und die derzeit im Wesentlichen nur am Samstag gemeinsam einkaufen gehen können. Ähnlich geht es den kaufkräftigen Touristen, die an Wochenenden verständnislos vor geschlossenen Geschäften stehen. Das alles ist zusätzliche Kaufkraft, die für den österreichischen Handel mit den starren Ladenschlussregelungen auf der Straße liegen bleibt und immer mehr in die benachbarten neuen EU-Länder Slowakei, Tschechien und Ungarn abgedrängt wird.

Rund 15 Prozent der österreichischen Beschäftigten arbeiten regelmäßig auch an Sonntagen. Umfragen, die große Handelspartner auf dem SCS-Areal unter ihren Mitarbeitern gemacht haben, zeigen ebenfalls ein hohes Interesse an zusätzlichen Verdienstmöglichkeiten durch Sonntagsarbeit, besonders bei jungen Familien.

Wir plädieren daher für mehr Liberalität und Flexibilität bei den Öffnungszeiten. Wir würden daher gerne – natürlich in Abstimmung mit unseren Shopbetreibern in der SCS – zumindest einen Versuch starten, in einkaufsstarken Zeiten die Geschäfte auch am Sonntagnachmittag von 13 Uhr bis 19 Uhr zu öffnen. Sollte es sich nicht bewähren oder nicht rechnen, so würden wir die Ersten sein, die eine solche Regelung wieder zurücknehmen.

RHI CEO Stefan Borgas

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