Peter Pelinkas Wahlblog:
Was sich diese Woche verändert hat

Tatsächlich: Seit dieser Woche ist es vorstellbar, dass es nach der nächsten Wahl sieben Parteien im Nationalrat geben wird: Neben den beiden Großparteien, die dann gar nicht mehr so groß sein werden, zwei gar nicht mehr so weit entfernte Mittelparteien in den Farben blau und grün, zwei Regionalparteien, die über ein Grundmandat ins Parlament kommen (BZÖ/Kärnten und Bürgerforum/Tirol) sowie – eventuell – das Liberale Forum. Dessen dann doch etwas überraschende Antreten mit den beiden Leitfiguren Heide Schmidt und Hans-Peter Haselsteiner könnte die Karten generell neu mischen, vor allem jene für die Zeit nach der Wahl, jene, in denen es um die dann wohl extrem komplizierte Regierungsbildung geht (siehe dazu meinen Leitartikel im dieswöchigen FORMAT).

Nächste Woche biegt man in die entscheidenden Phase vor dem 28.September: die SPÖ präsentiert ihr erstes Plakat (Werner Faymann wird von Demner, Merlicek & Bergmann ganz staatsmännisch mit schwarzem Anzug und dem Slogan „Genug gestritten!” präsentiert), die ÖVP folgt mit ihrem ersten in einer Woche. Ich persönlich finde das Faymann-Sujet nicht schlecht, allzu große Versprechen würden derzeit wohl nicht besonders glaubwürdig wirken und entsprechen auch seiner Person nicht: Faymann ist ein harmoniebedürftiger Pragmatiker, kein kantiger Ideologe. Erstaunlich, wie die ÖVP, die ihn noch vor kurzem im Duo mit Josef Pröll im Gegensatz zu Kanzler Alfred Gusenbauer als Achse von Stabilität und Vernunft lobte, plötzlich als traditionalistischen Altsozi anmalen will.

Weniger erstaunlich sind die Querelen zwischen den verfeindeten Brüdern am rechten Rand: Dass ausgerechnet Ewald Stadler, eine seltene Mixtur aus ultrakonservativ-katholisch und deutschnational, von den angeblich gemäßigteren Orangen als Spitzenkandidat in Stellung gebracht werden soll, kann man wohl nur damit erklären, dass er HC Strache so richtig ärgern soll. Und dadurch, dass nach der Abhalfterung Peter Westenthalers Sondierungsgespräche mit politisch logischeren Kandidaten wie Susanne Riess-Passer und Karl-Heinz Grasser grandios gescheitert sind.

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