Parteipolitik darf bei AUA keine Rolle spielen

„Mit Umsicht und unter Abwägung wirtschafts­politischer Interessen handeln.“

Eine Stand-Alone-Lösung für die AUA ist nicht möglich. Veränderte Wettbewerbsbedingungen, die starke internationale Konkurrenz und enorm gestiegene Energiekosten haben die Rahmenbedingungen verändert. Ohne einen starken Partner kann die AUA weder überleben noch sich neu positionieren: Die finanzielle Stabilität der AUA, Standortinteressen und Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Die Politik muss jetzt den Handlungsspielraum des Unternehmens vergrößern, den Spielraum für eine weitere Privatisierung der AUA schaffen und eine zukunftsfähige und wirtschaftliche Lösung ermöglichen. Längeres Zuwarten würde das Unternehmen und internationale Headquarter in eine dramatische Lage versetzen. Gerade jetzt, wo der Flughafen Wien als zentrale Drehscheibe für den Osten in den Mittelpunkt Europas gerückt ist, braucht es eine stabile heimische Fluglinie mit einem starken Partner. Es gilt, mit Umsicht und unter Abwägung wirtschaftspolitischer Interessen zu handeln und eine für Öster­reich gute Lösung zu finden. Parteitaktische Spielchen, wie sie die SPÖ derzeit betreibt, schädigen das Unternehmen.

Bisherige Privatisierungen zahlreicher verstaatlichter Unternehmen liefern den Beweis, wie aus maroden Betrieben gesunde Unternehmen werden und noch mehr Arbeitsplätze geschaffen werden können. Diesen erfolgreichen österreichischen Weg soll die SPÖ nicht aus Kalkül blockieren und so Tausende Arbeitsplätze aufs Spiel setzen. Es ist höchste Zeit, dass die SPÖ wirtschaftspolitische Vernunft walten lässt ­und einer Privatisierung zustimmt und der AUA dadurch den Absturz erspart.

Peter Pelinka

Nationalratswahl 2017

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