Paris Hilton: Geschäftsmodell Partyluder

Sie ist berühmt für ihre Prominenz – und hat rund um ihr Luder-Image das perfekte Business-Modell aufgebaut. Jetzt macht die Hotelerbin auch in Österreich ordentlich Kasse.

Der Tiroler Hotelier Günther Aloys hat dieser Tage alle Hände voll zu tun, um die Geburtstagsfete des Jahres zu organisieren. Sein illustrer Gast: niemand Geringerer als Society-Star und Partyluder Paris Hilton, die samt Eltern und Promi-Gästen anreist. Im Wintersportort Ischgl im Paznauntal verwandelt Aloys am 16. Februar den Schneehang vor seinem Hotel Elisabeth in eine gigantische Retrospektive über ihr Leben. 120 bis zu 5.000 Quadratmeter große, an den Hang projizierte Bilder zeigen Paris vom Babyalter bis zu ihrem 26. Geburtstag, den sie am Tag darauf begeht. Der Weltmeister der Pyrotechnik, Armin Lukasser, wird mit einer Feuershow für Stimmung sorgen. Mindestens 100.000 Euro soll die Party kosten.

Dabei ist die Gage, die Paris Hilton für ihr Kommen kassiert, noch gar nicht eingerechnet. „Ich liebe Österreich, weil die mir eine Million nur fürs Zuwinken und ,Hi!‘-Sagen zahlen“, erklärte sie unlängst freimütig in einem Interview mit dem britischen Starjournalisten Piers Morgan.
Tatsächlich rührt sie seit dem Vorjahr gelegentlich im Blitzlichtgewitter die Werbetrommel für die goldenen „Rich Prosecco“-Dosen, mit denen Aloys den globalen Erfolg des Energydrinks Red Bull wiederholen will: „Seit sie mein Testimonial ist, rennen mir Importeure aus der ganzen Welt die Türe ein. Wir bringen das Getränk nun weltweit in den Handel – in den USA, in Japan, England, Ungarn, der Türkei und Spanien. Egal wo, Paris Hilton ist überall ein Topstar.“

Auch am diesjährigen Wiener Opernball sollte Paris Hilton laut Plan eigentlich werbewirksam Dosen-Prosecco schlürfen. Nur dürfte daraus nichts werden, weil Schaumwein-Rivale Kattus die Exklusiv-Ausschankrechte für den Opernball hat. Verdienen wird Hilton freilich in jedem Fall genug: Baumeister Richard Lugner blättert zwischen 200.000 und 300.000 Euro für seinen neuesten Promigast hin.

Kein Zweifel: Paris Hilton ist die Königin der Selbstvermarktung. Die Hotelerbin – ihr winken laut „stern“ 30 Millionen Dollar aus dem Hilton-Nachlass – war 2006 der meistgesuchte Name bei Google. Niemand schmückte so oft die Titelseiten der Illustrierten. Die Schweizer „Weltwoche“ kürte sie zuletzt sogar zur „Unternehmerin des Jahrzehnts“.

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