Ohne Schuldenmachen gibt’s kein Wachstum

Gute Schulden, schlechte Schulden – oder besser gar keine Schulden? Eine Debatte über die Wünsche an die neue Regierung.

Bei diesem für die künftige Regierung zentralen Thema gilt es, den Hausverstand zu aktivieren: Die privaten Haushalte konsumieren nur einen Teil ihrer Einkommen, den Rest sparen sie. In einer funktionierenden Wirtschaft „übernehmen“ die Unternehmen die Ersparnisse der Haushalte in Form von Investitionskrediten.
Je mehr die Unternehmen dazu bereit sind, je stärker also ihre Investitionen die Ersparnisse der Haushalte übersteigen, desto höher ist das Wirtschaftswachstum. Dies war typisch für die Vollbeschäftigungsphase der Nachkriegszeit. Dank hohem Schuldenmachen der Unternehmen wuchs die Wirtschaft so dynamisch, dass der Sozialstaat ausgebaut werden konnte und die Staatsschuldenquote gleichzeitig sank.

Sinkt die Verschuldungsbereitschaft der Unternehmen (etwa weil sie in steigendem Maß in Finanzvermögen „investieren“), so wird das Wirtschaftswachstum gedämpft. Dieser Effekt tritt nicht ein, wenn gleichzeitig das Sparen der Haushalte sinkt: Das Wirtschaftswachstum wird dann relativ stärker vom privaten Konsum statt von den Investitionen vorangetrieben. So hat der Rückgang der Sparquote wesentlich zur guten Performance der US-Wirtschaft seit Anfang der 1990er Jahre beigetragen. Zusätzlich hat die US-Regierung in Rezessionen das Schuldenmachen massiv ausgeweitet.

Den umgekehrten Weg ist Deutschland gegangen: Das Sparen der Haushalte blieb hoch, die Unternehmen weiteten ihre Finanzanlagen zu Lasten der Realinvestitionen aus, und auch der Staat versuchte zu sparen. Wo es an Schuldenmachern fehlt, hört sich das Wirtschaftswachstum auf. Denn dieses bedeutet auch: über seine (jetzigen) Verhältnisse leben zu wollen.

Die neue Regierung sollte daher Realinvestitionen gegenüber Finanzveranlagungen fördern, ebenso wie den Konsum gegenüber dem Sparen. Reicht das für ein Wirtschaftswachstum von etwa drei Prozent nicht aus, so sollte sie auch mehr Schulden machen, insbesondere für Infrastruktur und Bildung.

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