OGM-Prognose hätte kaum besser sein können

Nach dem für alle überraschenden Wahlergebnis müssen die Meinungsforscher viel Kritik einstecken. Zu Recht? Hier ihre Replik:

Die Vorwürfe an die Meinungsforschung sind völlig unberechtigt. Im Gegenteil, die Wahlprognose von OGM hätte kaum besser sein können. Aber leider glauben einige Politiker und Journalisten, mit Kritik an der Meinungsforschung von eigenen Unzulänglichkeiten ablenken zu können. Es ist ja bemerkenswert, in wie vielen journalistischen Beiträgen der letzten Zeit Alfred Gusenbauer als Jammergestalt bezeichnet wurde, nach dem Wahlsonntag aber als große Lichtgestalt der SPÖ gefeiert wird. Wenn so die Meinungsforschung agieren würde …

Die Fakten: Der Abstand der Großparteien betrug bei OGM acht Tage vor der Wahl nur mehr zwei Prozentpunkte. Am Montag vor dem Wahlsonntag machten wir noch eine Umfrage, das Ergebnis war ein Gleichstand zwischen VP und SP. Deswegen wurde noch eine weitere Umfrage am Mittwoch nachgeschoben: knappe Führung für die SPÖ! Weil die Veröffentlichung solcher Zahlen drei Tage vor der Wahl aber unzulässig ist (im Parlament wurde schon eine gesetzliche Publikationssperre von Umfragen
zwei Wochen vor der Wahl behandelt), haben wir diese
Ergebnisse am 29. 9. an das Nachrichtenmagazin „profil“ zur Publikation in der Sonntagsausgabe weitergeleitet. Das ist alles genau dokumentiert und im aktuellen „profil“ nachzulesen.

Besser kann man die Entwicklung der Wählermeinung bis hin zum Ergebnis gar nicht treffen, drei Parteien wurden ganz exakt, drei mit einem Prozentpunkt Differenz prognostiziert! Was alle daraus lernen sollten:
1. Wahlumfragen gelten nur für den Erhebungsstichtag,
die zunehmende Zahl an Spätentschlossenen kann drei Tage später schon zu anderen Ergebnissen führen. 2. Die Umfragen sind besser, als es manche wahrhaben wollen. Schauen Sie auf unsere OGM-Homepage, da sind alle unsere Wahlprognosen seit 1994 mit Medium und Publikationsdatum aufgelistet.

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