ÖVP-SPÖ: Schüssel fordert in FORMAT Untergruppen

In einem Interview mit der neuesten Ausgabe des Nachrichtenmagazins FORMAT fordert Bundeskanzler Wolfgang Schüssel die rasche Einsetzung von Untergruppen für Regierungsverhandlungen mit der SPÖ. SP-Chef Gusenbauer müsse noch vor Weihnachten diese Entscheidung treffen.

Schüssel: "Ohne Expertengespräche wird es nicht gehen. Sonst funktioniert es nicht. Das ist ein gut gemeinter Rat. Ich will niemanden in eine Koalition hineinziehen. Wenn einer nicht will, hat es ohnedies keinen Sinn. Man sollte irgendwann einmal die Vergangenheitsbewältigung ruhen lassen." Er wolle, so Schüssel weiter, "zwischen 6. und 10. Jänner eine Vorentscheidung treffen." Nachsatz: "Da müssen wir bewerten wo wir stehen."

Schwierigkeiten mit der SPÖ ortet der Kanzler in der Frage einer Pensionsreform. Daß SPÖ-Politiker auf die jüngsten Reformvorschläge negativ reagiert haben, sei ein Problem. Schüssel: "Wenn diese Ablehnung am Verhandlungstisch geäußert würde, wäre das fatal. Eine Pensionsreform muß angegangen werden. Das ist eine Kardinalfrage für die neue Regierung."

Eine Koalition mit den Grünen werde es definitiv nicht geben, so der Bundeskanzler: "Hätte man wirklich wollen, wäre es möglich gewesen irgendeine Brücke zu finden."

Der Bundeskanzler dementierte, daß eine Neuauflage der schwarz-blauen Koalition schon fixiert sei: "Gelaufen ist gar nichts. Zwei Drittel des Weges liegen noch vor uns. Daß sich die FPÖ nach eigenen Angaben in einer Regierung regenerieren wolle, hält Schüssel für verfehlt: "Regierungsarbeit ist kein Sanatorium." Die neue Bundesregierung soll Anfang des Jahres stehen. Schüssel: "Ende Jänner, hoffe ich."

Das ausführliche Interview lesen Sie im neuen FORMAT.

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