Österreichs Juweliere handeln mit Burma-Rubinen: Tiffany und Co boykottieren längst

Auch Österreichs Juweliere handeln mit den international umstrittenen Burma-Rubinen, darunter renommierte Firmen wie Schullin, A.E. Köchert, Köck, Nedoluha, H.J. Sillam, Anton Heldwein und Juwelier Wagner. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

Wie die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch (HRW) moniert, würden Saphire und Rubine aus Burma in unmittelbarem Zusammenhang mit der dortigen Militärjunta stehen, die sich durch den Verkauf der teuren Edelsteine finanziert. Bis zu zehntausend Euro pro Karat werden für die so genannten Blutrubine der Junta erzielt.

Tiffany, Cartier & Bulgari boykottieren
Während die internationalen Konzerne Tiffany, Cartier und Bulgari die Steine aus Protest gegen die Ausbeutung von Minenarbeitern in Burma boykottieren, spricht sich das Gros der von FORMAT befragten heimischen Juweliere gegen einen Boykott aus: "Der Boykott trifft nicht nur die Militärjunta, sondern auch all jene Menschen, die ihr Brot in den Minen verdienen", sagen etwa die Wiener Innenstadt-Juweliere Anton Heldwein und Hermann Gmeiner-Wagner zu FORMAT.

Direktimport nach Österreich bleibt erlaubt
Erst vor wenigen Wochen haben die EU-Außenminister ein Importverbot über Edelsteine, -hölzer und -metalle aus Burma verhängt. Dieses wurde zum Teil aber noch nicht umgesetzt. Laut Harald Friedl vom Finanzministerium bleibt der Direktimport nach Österreich vorerst erlaubt.
Ein Großteil der Steine gelangt über Thailand nach Österreich. Wie viele Steine direkt aus Burma nach Österreich gelangen, ist unbekannt. Laut Statistik Austria wurden 2006 knapp 147 Kilogramm Rubine, Saphire und Smaragde im Wert von 1,03 Million Euro aus Thailand nach Österreich importiert, in den ersten acht Monaten 2007 waren es gar 203 Kilogramm.

Lesen Sie die komplette Geschichte im aktuellen FORMAT 47/07!

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