Österreichs Immobilienmarkt boomt

Österreich misst nur knapp 84.000 Quadratkilometer, doch die haben es in sich. Von den landschaftlichen Schönheiten der Alpen bis hin zu den historisch und kulturell geprägten Städten bietet Österreich eine große Vielfalt an Möglichkeiten, über die nur vergleichsweise wenige Länder dieser Größe verfügen. Dies ist auch ein Grund, warum vor allem immer mehr Deutsche einen Zweit- oder Hauptwohnsitz hierzulande anstreben. Neben den zahlreichen deutschen Einwanderern aus dem Osten, die sich in der Gastronomie Österreichs Chancen auf einen festen Arbeitsplatz ausrechnen, sind auch Luxusimmobilien derzeit sehr gefragt. Die Gründe hierfür sind auch in den Auswirkungen der Eurokrise zu suchen, weil viele darin eine brauchbare Art der sicheren Anlage sehen.

Ein Viertel der Österreicher am Suchen
Derzeit verfügen bereits mehr als 200.000 Deutsche über einen Haupt- oder Zweitwohnsitz in der Alpenrepublik -Tendenz steigend. Zusätzliche Attraktivität erlangen die Immobilienangebote in Österreich dadurch, dass Deutsche und andere EU-Bürger den Einheimischen dabei rechtlich gleichgestellt sind. Doch auch Letztere sind derzeit vermehrt auf der Ausschau nach dem perfekten Wohnraum: Wie eine Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen ergab, suchte gut ein Viertel der Österreicher in den letzten zwölf Monaten ein neues Heim. Etwa zwei Drittel hielten Ausschau nach einer Wohnung, 42 % nach einem Haus und 18 % nach einem Grundstück zum Eigenbau (Mehrfachangaben möglich). Besonders interessant: 75 % suchten dabei online (z.B. auf Plattformen wie immobilienscout24.at ) und nur 25 % in Zeitungen oder im Bekanntenkreis. Diese Entwicklung ist nicht überraschend, da viele Immobilien sehr schnell vergeben werden, da die Nachfrage sehr groß ist. So kann es vorkommen, dass viele Anzeigen nach kurzer Zeit schon veraltet sind.

Preise steigen
Es ist nicht weiter verwunderlich, dass bei dieser hohen Nachfrage an Wohnungen auch die Miet- und Kaufpreise steigen. Trotz dieser Entwicklungen ist Wien als Hauptstadt noch immer günstig im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten, wie London und Paris. „Preise für Eigentum steigen, Mieten bleiben stabil" sagt Thomas Malloth, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in einem Bericht der WKÖ, wobei er auch noch anmerkt "Die Verknappung des Wohnraumes führt zu einem steigendem Preisdruck. Vor allem in Wien wird zu wenig gebaut."

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