Österreich im 3D-Rausch

Die Goldgräberstimmung der virtuellen Wirtschaft in „Second Life“ hat Österreich erfasst: Heimische Unternehmer investieren in die Internet-Realität.

Pat Sanford sieht verdammt gut aus. Groß gewachsen, mittleren Alters und überdurchschnittlich muskulös, kommt er wie eine Mischung aus Marlon Brandon und Paul Newman daher. Allein seine bläulich schimmernde Haut unterscheidet ihn von den Hollywood-Helden. „Ich sehe doch passabel aus“, meint Wim Vermeulen bescheiden. Zur Erklärung: Der attraktive Pat Sanford ist Vermeulens „Avatar“, eine Art Alter Ego und Spielfigur in der virtuellen Welt von Second Life – kurz SL (siehe Interview im neuen FORMAT).

Der Innovationsexperte der Werbeagentur Ogilvy dürfte sich in dieser Rolle aber ausgesprochen wohl fühlen. Nicht umsonst bereitet es Vermeulen „großen Spaߓ, bei Second Life mehrere Stunden die Woche den athletischen Sonnyboy zu mimen.

Der international renommierte Werber ist einer von Millionen, die es in die virtuelle Welt von SL zieht. Philip Rosedale, Gründer der Firma Linden Lab, hatte 1999 die Idee zu diesem Paralleluniversum und stellte 2003 die SL-Website online, auf der sich bis heute 4,2 Millionen Benutzer registriert haben. „Second Life soll von selbst laufen; die Bewohner erschaffen und regeln sich ihr Leben auf SL selbst“, lautet Rosedales Credo. Anfangs hielten IT-Experten Rosedales Gerede von der Erschaffung des weltgrößten virtuellen Wirtschaftsraums für absurd. Doch heute verhält es sich anders. Im Vorjahr legte die Besucherzahl der Website um unglaubliche 995 Prozent zu, heuer ist erneut mit einem kometenartigen Anstieg zu rechnen, wenngleich die registrierten Nutzerzahlen nicht automatisch mit aktiven Bewohnern gleichzusetzen sind. Doch ein globaler Nutzerkreis im Ausmaß einer mittelgroßen Stadt hält sich täglich dort auf.

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