ÖBB: Rüdiger vorm Walde muss endgültig gehen

Nach der schrittweisen Demontage wird Ex-ÖBB-Chef vorm Walde die Bahn am 18. Jänner ganz verlassen – und 1,2 Millionen Euro Ablöse kassieren.

Nach mehrwöchigem Krankenstand trat Rüdiger vorm Walde, 58, erst am Dienstag dieser Woche wieder zur Arbeit an. Der per Jahresende als ÖBB-Chef abgelöste Deutsche sitzt nun als Vorstand der ÖBB-Personenverkehr AG in einem Büro am Wiener Praterstern. Mehr als ein paar Tage wird vorm Walde dort aber nicht tätig sein. Ein Vortrag beim Hotelierskongress am 14. Jänner im Tiroler Galtür wird der letzte Auftritt des Managers für die Bahn sein.

Nach der schrittweisen Demontage, die sich über Monate hinzog, machte der neue ÖBB-General Martin Huber, 44, jetzt Druck, das Schauspiel zu beenden. Nach der Aufsichtsratssitzung am 18. Jänner muss der glücklose Rüdiger vorm Walde, der im Sommer 2001 von den Berliner Verkehrsbetrieben zu den ÖBB wechselte, auch den Personenverkehr (PV) verlassen. Die Verhandlungen mit ihm führen PV-Aufsichtsratschef Fredmund Malik und ÖBB-Präsident Wolfgang Reithofer.

Vorm Walde kassiert 1,2 Millionen Euro. Sowohl die Aufsichtsräte der ÖBB-Holding als auch Minister Gorbach und Staatssekretär Kukacka schreckten vor einem Totalabschuss bislang zurück. Sie fürchteten böses Blut in der Öffentlichkeit wegen der hohen Kosten einer Ablöse. Martin Huber, der sich schon im Streit um die Frühpensionierungen als harter Brocken erwies, lässt sich davon nicht abhalten, nun durchzugreifen. Aus seiner Umgebung verlautet, die Alternative, mit vorm Walde weiterzuarbeiten, wäre noch teurer. Huber stemmte sich auch gegen Bedenken in Bezug auf eine teure Abfindung, die aus seiner eigenen Partei, der ÖVP, laut wurden.

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