Nur zwölf Euro mehr Pension pro Jahr Arbeit: Marin-Kritik an Frühpensionierungen

Im Format-Interview zum Thema "Alte Zukunft" kritisiert Bernd Marin, der Leiter des Europäischen Zentrums Wien, dass "die Integration älterer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen die Schwachstelle des österreichischen Erwerbsarbeitsmodells ist".

Die Frühpension werde subventioniert, länger arbeiten dagegen bestraft: "Es zahlt sich einfach nicht aus", stellt der Altersforscher fest. " Bleibt man in Österreich bei mittlerem Einkommen von 1.600 Euro brutto zehn Jahre länger im Job, bekommt man 860 statt 740 Euro Pension, nur zwölf Euro mehr Pension pro Jahr Arbeit! In Schweden oder England dagegen verdoppelt sich die Pension."

Bei zunehmender Lebenserwartung brauche es deshalb eine längere Arbeitsphase im Leben. Laut Bernd Marin sei dazu ein Kraftakt wie in Holland oder Finnland nötig, von der Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz bis zu Wahlarbeitszeiten in jedem Alter. "Vorzeitige Pensionierungen nur mehr für höchstens drei bis fünf Prozent Schwerstarbeiter, außerdem hohe Abschläge. Für alle anderen sind Karriereentwicklungspläne sinnvoll", so Marin.

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