Nonstop-Shopping-Paradiese

Reportage aus den Einkaufszentren rund um Österreichs Grenzen: Sonntags geöffnet, alle westlichen Marken und immer mehr Österreicher als Kunden.

Weil sie ihre Filiale am Linzer Hauptbahnhof auch am Sonntag aufsperrt, hat die Handelskette Spar eine breite Allianz gegen sich aufgebracht: Die Gewerkschaft protestiert, die Kirche wettert, und VP-Landesrat Viktor Sigl droht sogar mit einer Klage. Das Magistrat Linz leitete bereits Ermittlungen ein.

Während der Verkauf von Milch und Semmeln am Tag des Herrn hierzulande Ämter und Behörden zum Eingreifen veranlasst, buhlen gleich hinter der Grenze zu den neuen EU-Mitgliedern Tschechien, Slowakei und Slowenien eine ganze Reihe von Shoppingtempeln um Österreicher, die den Sonntag für ihre Weihnachtseinkäufe nutzen wollen.

Paradebeispiel dafür ist das Outletcenter der britischen Freeport-Gruppe direkt hinter dem Grenzübergang Kleinhaugsdorf in Tschechien. Das Einkaufszentrum ist total auf österreichische Kunden ausgerichtet. Freeport-Sprecher Ronald Goigitzer: „Wir machen fast zwei Drittel unseres Umsatzes mit Österreichern.“ Die Freeport-Öffnungszeiten sind Balsam für stressgeplagte Weihnachtseinkäufer: Freeport hat 365 Tage im Jahr von neun bis 21 Uhr geöffnet. Besonders kräftig klingeln die Kassen jenseits der Grenze, wenn in Österreich die Rollbalken geschlossen bleiben.

„Wir erzielen 25 Prozent unseres Umsatzes an Sonntagen und österreichischen Feiertagen“, sagt Goigitzer. Der FORMAT-Lokalaugenschein zeigt, wie sehr die Betreiber daran interessiert sind, österreichische Kundschaft anzulocken: Das Personal spricht ausnahmslos Deutsch und Tschechisch, alle Preise sind in Euro ausgewiesen, die Einheitswährung wird in allen Geschäften und Restaurants akzeptiert.

Drei Shoppingcenter in Bratislava. Nur 60 Kilometer von Wien entfernt, ist auch die slowakische Hauptstadt Bratislava eine wahre Hochburg an Einkaufstempeln: Mit Aupark, Polus und dem eben erst von den Brüdern Soravia eröffneten Shopping-Palace gibt es gleich drei Möglichkeiten zum Sonntagseinkauf in großem Rahmen.

Der Aupark bietet mehr als 230 Shops auf über 100.000 Quadratmetern. Schnäppchenjäger tun sich dort aber schwer: Preislich haben die schicken Shops längst heimisches Niveau erreicht. Nur Lebensmittel sind günstiger als in Österreich. Auf ausländische Kunden ist man allerdings nicht wirklich eingestellt: Wer auf Deutsch oder Englisch nach einer Auskunft fragt oder seine Rechnung in Euro begleichen möchte, wird enttäuscht.

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