Noch mehr Glamour für die Zukunft

„Was Netrebko da widerfahren ist, kann man als ungeheuerlich bezeichnen.“

Ich besuche die Festspiele seit 15 Jahren. Heuer war ich unter anderem bei „Benvenuto Cellini“ unter Dirigent Valery Gergiev. Philipp Stölzl hat die Oper wie einen Film inszeniert: eine packende, kurzweilige Show, modern und dramatisch. Die Zeit ist vergangen wie im Flug.
Genauso soll es sein. Auch die Uraufführung von „Molière“ war eines der interessantesten Stücke, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Ein Theatermarathon zwar, der zeitweise hart an der Grenze zur Pornografie entlangschrammt, schockierend und versehen mit durchaus drastischen sexuellen Szenen, aber absolut ergreifend.

Die Salzburger Festspiele sprechen auch diese skandalöse Sprache, sie provozieren, und das gefällt. Schade, dass der krankheitsbedingte Ausfall von Anna Netrebko in den Medien künstlich aufgeblasen wurde. Was ihr da widerfahren ist, kann man als ungeheuerlich bezeichnen. Ein Neil Shicoff kann eine ganze Oper abblasen, und niemand gibt einen bösen Kommentar dazu ab. Netrebko sagt zwei kleine Konzerte ab und findet sich auf den Titelseiten von sämtlichen österreichischen Tageszeitungen wieder. Von Superstars wie ihr leben die Festspiele, sie ist die Künstlerin, die in Österreich die meisten Klassikplatten verkauft. Große Festivals kommen ohne solche Stars nicht aus, sie machen letztendlich den Unterschied zu einer herkömmlichen Theater-/Konzertsaison aus.

Nimmt man die Persönlichkeiten und den Glamour weg, braucht niemand mehr nach Salzburg zu fahren, wo alles überfüllt und überteuert ist. Die Atmosphäre hier ist eine ganz besondere: Man geht durch die Stadt, sieht die Künstler hautnah. Sie können in Salzburg Vorstellungen genießen, für deren Klasse man sonst vielleicht nach New York, London oder in eine andere Metropole fliegen muss.
Mein Wunsch für die Zukunft: das hohe Niveau beibehalten, das glamouröse Starangebot ausbauen. Bodenständig zu agieren wäre bei so einem künstlerischen Ereignis der falsche Weg.

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