New Yorks Hot Spot

Entdecken Sie den Meatpacking District an der West Side. Der pittoreske Stadtteil ist New Yorks neuestes Trendviertel.

Sie sind schon einige Jahre nicht in New York gewesen, und jetzt kommen Sie wieder, bewaffnet mit all dem Wissen über die Stadt, das Sie bei zahllosen Besuchen angesammelt haben – und stellen fest: Verdammt, schon wieder alles anders.

Soho? Das war doch beim letzten Besuch noch das hippe Zentrum der Welt – und nun? Dutzendläden, wie man sie in jeder amerikanischen Shopping Mall findet. Chelsea? Galt doch gerade noch als das neue In-Viertel und ist schon wieder out. Williamsburg in Brooklyn? Kaum war der Hype da, ist er auch schon wieder weg.

Wohin also? Schauen Sie sich den so genannten Meatpacking District an! Der liegt an der West Side, zwischen Chelsea im Norden und dem Greenwich Village im Süden. Er wird begrenzt von der 14. und der 12. Straße, von der Hudson Street und dem Hudson River.

Der Meatpacking District war – der Name sagt es – einst das Viertel der großen Fleischlagerhallen und Kühlhäuser. Von hier aus wurde Manhattan mit Fleisch versorgt. In den 80er und 90er Jahren war das eine ziemlich raue Gegend: Straßenstrich, Transvestiten, Gangs, Truck Driver, Schwulenclubs. Ein „meat market“ im wahrsten Sinn des Wortes. So mancher New Yorker Gangster- und Bandenfilm wurde hier gedreht. Dabei ist die Gegend ziemlich pittoresk: niedrige Häuser, phantastische Stahlkonstruktionen, klassische New Yorker Architektur, wie man sie kaum noch wo findet, Kopfsteinpflaster in den engen Straßen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis diese Straßenblöcke von Trendsettern, Künstlern und cleveren Geschäftsleuten entdeckt werden. Jetzt ist es geschehen.

Seit einigen Jahren wird hier revitalisiert, wie man das nur in New York beobachten kann. Hotels, Restaurants, Boutiquen, Werbeagenturen, Filmfirmen ziehen in die leeren Hallen und Lofts. Am Tag herrscht eine entspannte Bohème-Atmosphäre, am Abend und in der Nacht aber ist im dichten Gedränge kaum ein Weiterkommen.

Schlafen. In den letzten Jahren sind im Meatpacking District drei neue Hotels entstanden, alle drei mit einer sehr speziellen Zielgruppe. Wenn Sie es eher modern und praktisch wünschen, dann wird das Gansevoort Ihr Hotels sein, wenn Sie es schick und hip wollen, dann empfiehlt sich das Maritime Hotel, und wenn Sie ein Film- oder Popstar auf dem Weg nach Hollywood sind und Zwischenstation in New York machen, dann ist das Soho House Ihr Domizil.

Das Soho House gehört dem angesagten Londoner Soho Club, dem Treffpunkt der englischen Film- und Medienszene. Auch wenn das New Yorker Soho House in erster Linie ein Members-only-Hotel ist, so werden frei bleibende Zimmer an Nichtmitglieder vermietet. Zimmer gibt es in vier Größen, die nennen sich Playpen, Playroom, Playhouse und Playground. Wo in anderen Hotels die Bibel im Nachtkästchen liegt, ist es im Soho House eine Ausgabe des Kamasutra. Ja, solche Leute wohnen dort. Das Soho House hat – was in New York sehr selten ist – einen Rooftop-Pool. Und es ist so hipp, dass es Schauplatz für etliche Szenen in der Fernsehserie „Sex and the City“ war.

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